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Der Sturm-Riese will mindestens eine Punkt © APA (Hochmuth)

Auf Stefan Maierhofer, Österreichs Speerspitze im Auswärtsspiel der Fußball-EM-Qualifikation (Gruppe A) gegen Belgien, kommt

Auf Stefan Maierhofer, Österreichs Speerspitze im Auswärtsspiel der Fußball-EM-Qualifikation (Gruppe A) gegen Belgien, kommt am Dienstag (20.45 Uhr/live ORF1) im Brüsseler König-Baudouin-Stadion eine besonders schwierige Aufgabe zu. Der 2,02-Meter-Stürmer bekommt es mit Star-Verteidiger Daniel van Buyten zu tun, den der Niederösterreicher noch aus seiner Zeit beim FC Bayern kennt.

"Er ist sehr robust und zweikampfstark. Aber mein Angstgegner bei den Trainings in München war immer Lucio. Der war noch härter und konzentrierter", erzählte der Duisburg-Legionär, der bei den belgischen Standard-Situationen als Manndecker für Van Buyten abgestellt werden könnte.

Allzu groß ist Maierhofers Ehrfurcht vor dem Kapitän der "Roten Teufel" nicht. "Er ist zwar immer ganz nahe am Mann, aber ich habe im Training oft Kopfbälle gegen ihn gewonnen. Außerdem ist er nicht der Schnellste, da könnte er zum Beispiel mit Hoffer Probleme bekommen", vermutete der Ex-Rapidler, der beim 3:0 gegen Aserbaidschan zu den stärkeren ÖFB-Kickern zählte. "Nach diesem Spiel haben sogar Fachleute wie Herbert Prohaska gesagt, dass ich Fußball spielen kann. Darauf bin ich stolz."

Als Souvenir vom Duell mit der Truppe von Berti Vogts blieb Maierhofer ein geschwollener Knöchel, weswegen er das Samstag-Training auslassen musste. "Es schmerzt noch, aber fürs Match ist es kein Problem", versprach der Stürmer. Seine persönliche Zuversicht will Maierhofer auf die gesamte Mannschaft übertragen. "Wir fahren nicht nach Belgien und sagen, dass wir mit einem Punkt zufrieden sind. Wir wollen dort gewinnen. Wenn wir kompakt stehen, ist alles drin", tönte der Angreifer.

Nach den Pflichtsiegen über Kasachstan und Aserbaidschan lebt der Traum von einer Teilnahme an der EURO 2012 in Polen und der Ukraine. "Wir haben uns das Ziel gesteckt, so lange wie möglich oben mitzuspielen und uns wenn möglich zu qualifizieren", sagte Maierhofer.

Ähnlicher Ansicht ist Marko Arnautovic, der Held vom Aserbaidschan-Match. "Wir wollen in Belgien entweder einen Zähler oder drei Punkte holen", sagte der Werder-Legionär, weiß aber auch über den Klassenunterschied zwischen Aserbaidschan und Belgien bescheid. "Jetzt werden wir sehen, ob wir auch in der Lage sind, gegen stärkere Mannschaften zu punkten."

Laut dem 21-Jährigen wäre aber auch mit einer Niederlage noch nichts verhaut. "Belgien ist nicht das Endspiel. Erst nach fünf, sechs Partien wird man sehen, wohin es geht", meinte Arnautovic, der vor dem Abflug mit einem Schuhproblem zu kämpfen hatte. Der Offensivspieler kam in dunklem Anzug und roten Sneakers zum Flughafen, weil für ihn im Hotel zwei linke schwarze Lederschuhe eingepackt worden waren. "Ich habe gar nicht gewusst, dass ich zwei Linke habe", schmunzelte der Wiener.

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