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"Spielen noch gegen Deutschland und Türkei" © APA (Neubauer)

Österreichs Fußball-Nationalteam liegt nach den ersten drei Partien der EM-Qualifikation im Plan. Dank des 4:4 am Dienstag in

Österreichs Fußball-Nationalteam liegt nach den ersten drei Partien der EM-Qualifikation im Plan. Dank des 4:4 am Dienstag in Belgien überwintert die ÖFB-Auswahl in Gruppe A auf dem Play-off-Platz zwei. Die große Euphorie brach bei Teamchef Dietmar Constantini dennoch nicht aus. "Derweil sind wir nirgends", betonte der Tiroler. "Wir spielen noch zweimal gegen Deutschland und die Türkei."

Die Stärke der Belgier bekam das ÖFB-Team unter anderem dadurch zu spüren, dass sich die "Roten Teufel" zahlreiche hochkarätige Chancen herausarbeiteten. Mit Vorwürfen an seine Defensivabteilung hielt sich Constantini aber zurück. "Wir werden darüber diskutieren, doch ich will jetzt nicht über Fehler reden. Die Spieler wissen schon über ihre Fehler Bescheid. Sie hinterfragen sich selbst mehr, als die meisten denken", erklärte der Coach und bemängelte lediglich die schlechte Zuordnung im Mittelfeld.

Allerdings gestand der 55-Jährige, in einer Phase der Partie auf seine Kicker "echt angefressen" gewesen zu sein. "Als wir das 3:4 bekommen haben - da habe ich mir gedacht, es ist immer dasselbe, aber das war ja bald wieder erledigt."

Der späte Ausgleich sei für die ÖFB-Spieler eine regelrechte Befreiung gewesen. "Sie sind alle heilfroh, denn mit diesem Tor ist von ihnen ein riesiger Druck abgefallen." Die Belgier hingegen lagen nach dem in letzter Sekunde verspielten Sieg fassungslos auf dem Brüsseler Rasen, schließlich beträgt der Rückstand auf Österreich nach Verlustpunkten gerechnet weiterhin sechs Zähler.

Constantini hat die Leekens-Truppe jedoch noch lange nicht abgeschrieben. "Die Belgier haben eine gute Mannschaft mit Top-Einzelspielern, sind so wie wir ein junges Team. Vorne sind sie sehr stark, aber hinten haben sie auch genervelt, wenn wir gekommen sind."

Paul Scharner hatte seine Nerven ebenfalls nicht im Zaum, schließlich brachte der England-Legionär seine Kollegen mit der unnötigen Roten Karte in Bedrängnis. Constantini sprach in diesem Zusammenhang von einer "Geschichte, die nicht passieren darf", meinte aber auch: "Es ist nicht ideal, doch in der Emotion hat es schon blödere Sachen als das gegeben."

Scharner muss mit einer Sperre von zwei Pflichtspielen wegen Tätlichkeit rechnen. Deswegen ist es fraglich, ob er für die zwei anstehenden Testmatches gegen Griechenland am 17. November in Wien und gegen die Niederlande am 9. Februar 2011 in Eindhoven überhaupt einberufen wird.

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