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Bundesliga-Startrekord mit acht Siegen möglich © dpa

Fußball-Deutschland blickt am Samstag auf den FSV Mainz 05: Der Tabellenführer kann in der achten Runde daheim gegen den

Fußball-Deutschland blickt am Samstag auf den FSV Mainz 05: Der Tabellenführer kann in der achten Runde daheim gegen den Hamburger SV den Bundesliga-Startrekord auf acht Siege in acht Spielen schrauben. Die Rheinhessen freilich beschäftigt diese Zahlenspielerei nicht. "Das ist überhaupt kein Thema für uns", sagte Trainer Thomas Tuchel, dessen Truppe saisonübergreifend 13 Partien ungeschlagen ist.

Seine Spieler müssten ihrem Stil treubleiben und ein echtes Heimspiel daraus machen. "Die Mannschaft ist voller Selbstvertrauen, kann auch den HSV schlagen", ist sich der 37-Jährige sicher. In der Startelf der Überflieger ist von den beiden Österreichern nur Christian Fuchs gesetzt. Andreas Ivanschitz wird wohl vorerst auf der Bank Platz nehmen. Der HSV kam ohne Angst in die Karnevalstadt. "Wir sind besser als Mainz", tönte Stürmer Paolo Guerrero.

Hannover 96, der überraschende Tabellendritte, der allerdings schon acht Zähler Rückstand auf die Mainzer aufweist, möchte die Krise des FC Bayern München nützen und sich für das 0:7-Debakel vom April revanchieren. "Diesmal wollen wir es besser machen. Wir fahren mit Respekt, aber auch mit Selbstvertrauen in die Allianz Arena", meinte 96-Coach Mirko Slomka, der seinen ÖFB-Teamspieler Emanuel Pogatetz nach dessen Muskelfaserriss vielleicht doch aufbieten könnte.

Zwölfter Tabellenplatz mit nur zwei Siegen und zwei Remis, dazu Robben, Ribery, Klose, Olic, Schweinsteiger, Van Buyten, Van Bommel und last but not least Alaba verletzt - trotzdem sind die Bayern zum Siegen verdammt. Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge erklärte: "Es gibt keinen Ersatz für Siege". Er forderte "Kampf auf Teufel komm raus!"

Noch schlechter als dem Double-Gewinner geht es derzeit Schalke 04 und dem VfB Stuttgart (Martin Harnik). Die Spitzenpaarungen früherer Saisonen ist zum Kellerderby zwischen dem Vorletzten und dem Letzten verkommen. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic hat nach dem Rauswurf von Trainer Christian Gross den Spielern von Interims-Coach Jens Keller die Rute ins Fenster gestellt: "Wer sich gegen die Gruppe oder sein Ego in den Vordergrund stellt, hat keine Zukunft beim VfB."

Der ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte herumkrebsende SV Werder Bremen hat zuletzt mit dem teilweisen Einfrieren der Spielergehälter für Schlagzeilen gesorgt. Am Samstag soll mit Sebastian Prödl und Marko Arnautovic daheim gegen Freiburg wieder etwas auf das Konto fließen.

Neben dem "Niedersachsen" Pogatetz dürfte auch Andreas Ibertsberger ein Comeback geben. Weil die Hoffenheimer im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Bernhard Janeczek) Personalsorgen plagen, könnte er erstmals in der Startelf stehen und zu seinem zweiten Saisoneinsatz kommen. Vor dem Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern (Erwin Hoffer/Clemens Walch) und Eintracht Frankfurt (Ümit Korkmaz) herrscht indes Alarmstufe 1. Die Ultras der Gäste haben über das Internet zu Krawallen aufgerufen. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, die Vereine appellierten an die Vernunft der Fans.

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