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Guillem netzte zum entscheidenden Treffer ein © APA (Leodolter)

Sturm Graz bleibt vor heimischer Kulisse erfolglos. Mit einem 0:1 (0:0) gegen die SV Ried kassierten die Grazer in der 11. Runde

Sturm Graz bleibt vor heimischer Kulisse erfolglos. Mit einem 0:1 (0:0) gegen die SV Ried kassierten die Grazer in der 11. Runde der Fußball-Bundesliga am Samstag bereits die dritte Heimniederlage im sechsten Saisonauftritt. Der Spanier Guillem bescherte den Innviertlern mit seinem fünften Saisontor in der 68. Minute hingegen für zumindest wenige Stunden die überraschende Tabellenführung.

Die Elf von Paul Gludovatz hält nach dem vierten Erfolg in der Ferne bei nunmehr 21 Saisonzählern. Die Entscheidung fiel aus einem Konter: Thomas Schrammel schickte nach einem Fehler im Spielaufbau von Sturm Guillem auf die Reise, und die Solo-Spitze ließ sich die Chance nicht entgehen. Sturm reklamierte vergeblich auf Abseits. Die Foda-Elf verpasst damit ihrerseits den Sprung an die Spitze.

In Graz war der Einstieg von Mäzen Frank Stronach vor dem Spiel Thema Nummer eins. Der gebürtige Steirer will den Grazer bekanntlich "einige junge Spieler" finanzieren. Sturms Präsident Gerald Stockenhuber bestätigte, dass die "Blackies" im Winter auch bei interessanten Kickern vorstellig werden wollen. Während für die Schwarz-Weißen mit dem Engagement von Stronach finanziell rosige Zeiten winken, läuft es sportlich noch nicht ganz nach Maß.

Vor ausverkaufter Kulisse in der UPC-Arena dominierte die Sturm-Elf zwar die Partie, ging aber mit den sich bietenden Chancen fahrlässig um bzw. scheiterte am starken Rieder Schlussmann Wolfgang Hesl. Der Deutsche parierte Schüsse von Roman Kienast (11.) und Manuel Weber (26.) mit Bravour und zog dem diesmal ineffektiven Torjäger Kienast auch im Eins-gegen-Eins die Nerven (25.). Nur einmal bauschte das Netz der Rieder, ein Treffer von Gordon Schildenfeld wurde aber wegen Abseits zurecht nicht anerkannt (8.).

Die überraschend ohne den Spanier Carril eingelaufenen Rieder wirkten im Spielaufbau zunächst ungewohnt fehleranfällig. Die Innviertler verlegten sich mit Fortdauer der Partie immer mehr darauf, möglichst kein Tor zu kassieren. Gefährlich vor das Gehäuse von Teamgoalie Christian Gratzei kamen die Gäste in der ersten Spielhälfte nur durch Fernschüsse des nach seiner Attacke an Salzburgs Mendes freigesprochenen Ewald Brenner (2., 31.).

Sturm blieb auch nach Seitenwechsel am Drücker, allerdings ohne wirklich gefährlich zu werden. Ried wartete auf die entscheidende Konterattacke und wurde schließlich belohnt. Nach dem 0:1 reagierte Sturm-Coach Franco Foda mit der Hereinnahme des vor der Partie für 400 Bundesliga-Spiele für Sturm geehrten Routiniers Mario Haas. Auch mit einer zusätzlichen Offensivkraft konnten die Steirer den Abwehrriegel der "Wikinger" aber nicht mehr durchbrechen. Schildenfeld ließ die Möglichkeit auf den Ausgleich in der Nachspielzeit ungenutzt (91.).

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