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Brotlose Kunst: Bullen-Stürmer Alan hat Nachsehen © APA (Krugfoto)

Meister Salzburg hat sich in der elften Runde der Fußball-Bundesliga mit einer 0:2-Heimniederlage gegen den Tabellenachten

Meister Salzburg hat sich in der elften Runde der Fußball-Bundesliga mit einer 0:2-Heimniederlage gegen den Tabellenachten Kapfenberg blamiert. Die Treffer für die steirischen Gäste erzielten Umut Kocin mit einem scharfen Schuss nach einem kurz abgespielten Freistoß (33.) sowie "Joker" Michael Tieber in der Nachspielzeit (91.). Beide Teams liegen in der Tabelle nun fast gleichauf.

Die so wie der Gegner stark ersatzgeschwächten Salzburger kamen in der Generalprobe für das Europa-League-Heimspiel am Donnerstagabend gegen Juventus Turin vor nur 7.300 Zuschauern überhaupt nicht auf Touren. Lediglich ein Afolabi-Kopfball an die Latte (10./nach Svento-Corner) und eine gute Chance von Alan, der nach Zarate-Pass aus spitzem Winkel an KSV-Schlussmann Wolf scheiterte (22.), schauten vor der Pause heraus.

Auch Kapfenberg hatte in Hälfte eins nicht viel zu bieten, doch der Deutsch-Türke Kocin traf mit seiner "Granate" aus 29 Metern unter kräftiger Mithilfe von Salzburg-Goalie Tremmel zur überraschenden Gäste-Führung (33.). Und in Minute 45 knallte der Ball nach einem Kocin-Freistoß aus rund 20 Metern über die Mauer an die Stange.

In Hälfte zwei probierte es Salzburg-Coach Huub Stevens mit mehr Offensive, brachte mit dem Uruguayer Boghossian für den angeschlagenen Hierländer einen zweiten Stürmer neben Alan. Aber diese Umstellung brachte nicht den gewünschten Erfolg, auch weil sich Wolf bei einem Zarate-Freistoß (57.) und Hinteregger-Weitschuss (68.) erneut auszeichnete. Außerdem blieb bei einem Rempler von Kocin gegen Afolabi im Strafraum die Pfeife von Schiedsrichter Markus Hameter stumm.

Am Ende schlug es dann noch einmal im Gehäuse von Tremmel ein: Nach einem schnellen Konter passte Elsneg ideal auf den nicht einmal eine Minute zuvor eingewechselten Tieber, der mit seinem Treffer den Überraschungserfolg der Mannschaft von Werner Gregoritsch, die nach sechs Runden wieder über einen Sieg jubeln durfte, perfekt machte. Für die Salzburger, die vor der Länderspielpause zwei Siege gegen Ried geschafft hatten, war es dagegen im neunten Saisonspiel bereits die dritte Niederlage (bei je drei Siegen und Remis), jedoch die erste vor eigenem Publikum.

Und die Kapfenberger entwickeln sich langsam, aber sicher zum Angstgegner für die Stevens-Truppe: Seit 345 Minuten bzw. 13. März (1:0-Heimsieg dank Janko-Treffer) haben die Bullen kein Tor mehr gegen den KSV geschossen. Das Gregoritsch-Team hatte in der 34. Runde der vergangenen Saison einen 2:0-Sieg über den späteren Meister gefeiert und zuletzt ebenfalls in Kapfenberg ein torloses Remis erreicht. Kapfenberg schloss damit zum weiter auf Platz sieben rangierenden Titelverteidiger, der jedoch zwei Spiele weniger ausgetragen hat, auf und hält nun ebenfalls bei zwölf Zählern.

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