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Berthold ist guter Dinge © APA (Pfarrhofer)

Am Samstag und Sonntag startet der alpine Ski-Weltcup in die Saison 2010/11. Im Interview mit der Austria Presse Agentur (APA)

Am Samstag und Sonntag startet der alpine Ski-Weltcup in die Saison 2010/11. Im Interview mit der Austria Presse Agentur (APA) spricht der ÖSV-Cheftrainer der Damen, Herbert Mandl, über den bevorstehenden Winter. Sein Team sieht er "gut in Schuss" für den Kampf um die Kristallkugeln.

"Ich erwarte, dass wir vorne mitfahren. Der Auftakt in Österreich ist für uns immer speziell wichtig", so Mandl. Kathrin Zettel und Andrea Fischbacher hätte angesichts ihrer letzten Sölden-Ergebnisse gute Chancen. "Speziell Liz Görgl sollte aber einmal das bringen, was sie drauf hat. Niki Hosp war bei den Zeitläufen wieder gut dabei" erzählt der Trainer über seine Mannschaft. Marlies Schild fehlt indes noch. In Aspen soll sie aber wieder dabei sein.

Ziel der gesamten Saison sind für Mandl jedenfalls die Kristallkugeln: "In den technischen Disziplinen sollten wir nicht nur wieder um die Kugeln mitfahren, sondern auch die eine oder andere gewinnen. Im Vorjahr war es da ja sehr knapp." In der Abfahrt hingegen wird sich laut Mandl am Gesamtbild nicht viel ändern. "Lindsey Vonn wird dominieren, dazu kommt eine Maria Riesch, die Schweizerinnen, plus die eine oder andere Italienerin und Französin." Mit einer Medaille in jeder Disziplin stellt der Cheftrainer hohe Erwartungen an die WM im Februar.

Durch eine Erneuerung des Trainerteams und erfolgversprechendne Nachwuchs, vor allem im Abfahrtsteam, soll die "Lücke" der letzten Jahre geschlossen werden. Von den Europacup-Fixplatzfahrerinnen wurde bisher nur Bernadette Schild in die Weltcup-Trainingsgruppe genommen. Mandl: "Die anderen bleiben beim Nachwuchs, um ihnen eine breitere Ausbildung zukommen zu lassen. Dadurch ist das Leistungsklima unten stärker, die Rivalität größer geworden."

Im Bezug auf die teils heftig kritisierte Materialveränderung gesteht Mandl Fehler ein: "Das war in der Tat insgesamt eher ein Schritt zurück. Fast schon ein Schuss ins Leere, das weiß man jetzt. Der Risikograt ist so eng geworden, dass man bei einem Fehler sofort der Katz' gehört." In der aktuellen Saison werden deshalb gezielte Untersuchungen von FIS und Uni Salzburg durchgeführt. "Es soll keine Schnellschüsse mehr geben", so Mandl.

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