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Der Chefermittler der FIFA braucht mehr Zeit für seinen Bericht
Gremium hört zwei FIFA-Exekutivmitglieder an © APA (epa)

Die FIFA bemüht sich am Mittwoch um die interne Aufarbeitung eines noch nicht absehbaren Skandals in den eigenen Reihen. Vier

Die FIFA bemüht sich am Mittwoch um die interne Aufarbeitung eines noch nicht absehbaren Skandals in den eigenen Reihen. Vier Tage nach Bekanntwerden von Korruptionsvorwürfen gegen zwei FIFA-Exekutivmitglieder tagt die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes. In der FIFA-Zentrale in Zürich wird das Gremium unter den Nigerianer Amos Adamu und Reynald Temarii aus Tahiti anhören.

Beide sollen verdeckt recherchierenden Reportern signalisiert haben, ihre Stimmen bei der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu verkaufen. Die Aufarbeitung des Falls wird vorerst in den Händen der FIFA bleiben, strafrechtliche Konsequenzen haben Temarii und Adamu zumindest in der Schweiz nicht zu fürchten. Nach übereinstimmenden Schweizer Medienberichten genießt die FIFA wie auch andere in der Schweiz ansässige Sportverbände einen Sonderstatus. Demnach sind Verbandsverantwortliche von der 2006 eingeführten Strafbarkeit bei Personen der Privatwirtschaft ausdrücklich ausgenommen.

Das Exekutivkomitee vergibt beide WM-Turniere am 2. Dezember in Zürich. Eine Verschiebung der Entscheidung sei trotz der Vorwürfe nicht geplant, hieß es. Temarii gab inzwischen einen "Fehler" zu, betonte aber, ansonsten absolut integer zu sein. Adamu gab keine Details eines Gesprächs mit FIFA-Präsident Joseph Blatter preis. Im Fokus stehen auch andere, noch nicht genannte FIFA-Offizielle sowie Nationalverbände und Bewerbungskomitees.

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