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"Forsch auftreten und die Räume eng machen" © APA (Archiv/Schlager)

Rapid Wien kämpft am Donnerstag (19.00 Uhr) in der Fußball-Europa-League auswärts gegen ZSKA Sofia um die letzte

Rapid Wien kämpft am Donnerstag (19.00 Uhr) in der Fußball-Europa-League auswärts gegen ZSKA Sofia um die letzte Aufstiegschance. Gegen den noch punktlosen 31-fachen bulgarischen Meister benötigen die ebenfalls mit zwei Niederlagen gestarteten Hütteldorfer dafür einen Sieg. "Unser Ziel ist es, dass die Möglichkeit auf ein Weiterkommen so lange wie möglich besteht", erklärte Trainer Peter Pacult.

Als verbindliches Ziel habe man sich den Einzug in die Runde der letzten 32 aber nicht gesteckt. "Wir wollen im gesamten Bewerb so viele Punkte wie möglich machen, und dann schauen wir, was am Schluss herauskommt. Favoriten auf den Aufstieg sind Porto und Besiktas, um das zu wissen, muss man sich nur das Budget und die Kader von ihnen anschauen."

Gegen die beiden Top-Teams musste Rapid bisher ebenso Lehrgeld zahlen wie ZSKA. Immerhin kassierten die Bulgaren das 0:1 in Istanbul erst in der Schlussminute und kamen beim 0:1 in Sofia gegen Porto einem Punktgewinn nahe. "Da waren sie vor allem in der zweiten Hälfte sehr stark und hätten das eine oder andere Tor machen müssen", sagte Pacult.

Die Mannschaft des aktuelle Tabellen-Neunten der bulgarischen Meisterschaft ist gespickt mit zahlreichen Legionären aus Brasilien, Frankreich, Italien und Ghana. Als Solo-Stürmer agiert der irische 1,96-Meter-Riese Cillian Sheridan, dahinter sorgt eine hängende Spitze namens Michel Platini für Gefahr - der Brasilianer verdankt seinen eigenwilligen Namen dem Vater, der ein großer Bewunderer des nunmehrigen UEFA-Präsidenten war. "Michel ist ein Schlüsselspieler. Er kommt immer wieder aus dem Rückraum und sorgt für viel Gefahr, ihn müssen wir unbedingt in den Griff bekommen", forderte der Rapid-Coach.

Sein Verein hat mit bulgarischen Kontrahenten fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht, schließlich gab es in bisher vier Europacup-Duellen zwei Siege und zwei Remis. Erst im Sommer setzten sich die Grün-Weißen in der dritten Qualifikationsrunde gegen Stara Sagora souverän mit einem Gesamtscore von 4:1 (1:1 auswärts, 3:0 daheim) durch. "Aber diese beiden Mannschaften sind nicht vergleichbar, weil ZSKA viele Legionäre mit Qualität hat", betonte Pacult und sieht den Gegner "auf Augenhöhe" mit Rapid, das von 1.200 Fans nach Bulgarien begleitet wird.

Die Bulgaren würden versuchen, gleich von Beginn an großen Druck auszuüben. "Deswegen müssen wir ballsicher sein. Wenn wir forsch auftreten und die Räume eng machen, werden sie fehleranfällig", erklärte der 50-Jährige, der seiner Truppe eine mutige Taktik verordnen will. "Wir müssen selbst ins Spiel kommen und dürfen nicht darauf warten, was der Gegner zulässt."

Inwieweit Steffen Hofmann bei diesem Vorhaben helfen kann, ist fraglich. Dem Kapitän macht nach wie vor eine chronische Schambeinentzündung zu schaffen, dennoch reiste der Deutsche am Mittwoch in die bulgarische Hauptstadt und gibt sich zuversichtlich. "Ich warte das Abschlusstraining ab, aber ich gehe davon aus, dass ich spiele", erklärte er.

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