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"Wir haben ein fantastisches Spiel gemacht" © APA (epa)

Die vier Spitzenreiter der Gruppen E bis H haben am Dienstag zum Auftakt der dritten Runde in der Champions League die Angriffe

Die vier Spitzenreiter der Gruppen E bis H haben am Dienstag zum Auftakt der dritten Runde in der Champions League die Angriffe ihrer ersten Verfolger jeweils im direkten Duell abgewehrt. Das Quartett steht damit weiter mit blütenweißer Weste da. Einen begeisternden Auftritt hatte im Schlagerspiel das "Weiße Ballett". Das 2:0 von Real Madrid über AC Milan hat auch einen Titelverteidiger entzückt.

"Real war perfekt in der Abwehr, unaufhaltsam im Angriff und hochüberlegen im Mittelfeld. Dieses Real flößt der europäischen Konkurrenz Furcht ein. Es schreitet festen Schrittes auf den zehnten Europacup-Erfolg zu", schrieb die Zeitung "Marca" nach dem dritten Streich in der dritten CL-Partie. Die "Königlichen" hatten den prestigeträchtigsten Vereinsbewerb in Europa zuletzt 2002 durch ein 2:1 über Bayer Leverkusen für sich entschieden.

"Wir haben ein fantastisches Spiel gemacht und taktisch sehr intelligent gespielt", lobte auch Trainer Jose Mourinho, der im Mai mit Inter Mailand die "Königsklasse" gewonnen hatte und seinen Erfolg nun mit Real wiederholen möchte. Den Madrilenen, die unter dem Portugiesen in 16 Spielen unbesiegt sind, gelang mit dem Sieg im 14. Europacup-Duell (6-2-6) die Revanche für die am 21. Oktober 2009 ebenfalls in Santiago Bernabeu erlittene 2:3-Niederlage.

Diesmal waren die "Rossoneri" von Beginn an chancenlos. Nachdem Cristiano Ronaldo aus 23 Metern einen Freistoß (13.) durch die löchrige Mauer verwertet hatte, legte er für Mesut Özil auf, dessen Schuss (14.) unhaltbar abgefälscht wurde. "Das erste Tor in der Champions League ist etwas ganz Besonderes. Wir sind Real und wissen, was wir können: Nämliche jeden schlagen", freute sich der deutsche Mittelfeldspieler.

Die Mailänder, die zwar mit fünf Zählern Rückstand Zweiter blieben, aber nun punktegleich mit Ajax Amsterdam (2:1 daheim gegen AJ Auxerre) sind, gratulierten neidlos den Siegern. "Real ist eine großartige Mannschaft, eine der besten der Welt. Wir haben heute fast alles falsch gemacht und erst begonnen zu spielen, als es schon 0:2 stand", bilanzierte Milan-Coach Massimiliano Allegri.

Neben dem Chelsea FC der bei Spartak Moskau (Martin Stranzl auf der Bank) mit dem 2:0 den 50. Sieg im 98. CL-Match feierte, festigten auch Arsenal London (5:1 daheim gegen Schachtjor Donezk) und Bayern München (Christoph Knasmüller auf der Bank, David Alaba verletzt/3:2 zu Hause gegen CFR Cluj) die Spitzenposition in der Gruppe.

Wieder einmal Göttin Fortuna hatten dabei die Deutschen auf ihrer Seite. "In dieser Saison haben wir noch nicht soviel geduselt, aber vielleicht war das auch der Umdrehpunkt im Glück", philosophierte FCB-Feldherr Louis van Gaal nach einem der verrücktesten Siege in der 110-jährigen Vereinsgeschichte der Bayern.

Die Rumänen wurden im Pool E als Tabellenzweite vom FC Basel abgelöst. Die Schweizer siegten in Rom gegen die AS überraschend 3:1 und machten dadurch zwei Ränge gut. Das Trio hinter den Bayern ist damit punktgleich.

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