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Aksel Lund Svindal und Lindesy Vonn gut gelaunt © APA (Techt)

Mit geballter Kraft hat die Skifirma Head am Donnerstagnachmittag in Sölden den Pressekonferenz-Marathon anlässlich des alpinen

Mit geballter Kraft hat die Skifirma Head am Donnerstagnachmittag in Sölden den Pressekonferenz-Marathon anlässlich des alpinen Ski-Weltcup-Auftaktes am Wochenende auf dem Rettenbachferner mit den Topfahrern Lindsey Vonn (USA), Maria Riesch (GER), Anja Pärson (SWE), Bode Miller (USA) und Didier Cuche (SUI) eröffnet.

Zu ihnen stießen mit den Norwegern Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud sowie dem Südtiroler Werner Heel und dem US-Amerikaner Ted Ligety vier neue "Speedoholics" (http://www.head-helps.com). Damit kommen bei den Herren gleich drei Anwärter auf den Gesamtweltcup aus dem gleichen Stall, während Topfavorit und Titelverteidiger Carlo Janka (SUI) sowie Österreichs große Hoffnung Benjamin Raich mit Atomic-Material versuchen werden, mehr als nur dagegen zu halten. "Im vergangenen Jahr war Carlo der überragende Fahrer, mal schauen, wie es heuer läuft", sagte Svindal (27), der für den kommenden Winter keine Prioritäten setzt. "Weltcup oder WM? Du musst einfach schnell fahren, um Rennen zu gewinnen."

Von "großartigen Charakteren" sprach Head-Chef Johan Eliasch beim Aufzählen der Neuverpflichtungen und der Hoffnung, "noch mehr" zu gewinnen. Alle Athleten sind verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen, sehr zur Freude auch von Rennchef Rainer Salzgeber, der als rot-weiß-rote Spitzenläufer Elisabeth Görgl und Rainer Schönfelder zu seinen Schützlingen zählen darf. Schönfelder trainiert dieser Tage auf dem Mölltaler Gletscher, Görgl startet Samstag im Riesentorlauf in die Saison. "Der Fokus im Training lag auf Riesentorlauf und Super-G, das liegt mir sehr am Herzen", meinte die Steirerin, die sich im Frühjahr auch zur staatlichen Skilehrerin ausbilden ließ.

Ende April entschieden, ihre Karriere fortzusetzen, hat die Schwedin Pärson - nachdem sie einen Monat lang "ein normales Leben" geführt hat. "Ich habe mir dann gedacht, wenn man mit so viel Schmerzen, wie ich sie beim Weltcupfinale hatte, so viel Spaß haben kann, dann muss man weitermachen", erzählte die 29-Jährige, die mit Olympia, WM und Gesamtweltcup in ihrer Karriere alles gewonnen hat. "Und so lange es noch Spaß macht und ich die Motivation habe, Rennen zu gewinnen, mache ich weiter."

Ganz andere Beweggründe hat Miller, der in der vergangen Saison wie Svindal nur ein Weltcuprennen gewonnen hat, sich dann aber bei Olympia in Whistler wie sein norwegischer Kollege und Konkurrent einen gesamten Medaillensatz sicherte. "Ich fahre nicht, um Rennen zu gewinnen. Ich mache mit dem Skisport weiter, weil ich es mag, in guter Form zu sein, weil ich Spaß daran habe, weil ich den Lifestyle liebe und weil ich gerne in den Bergen bin. Siege machen es mir nicht leichter oder schwieriger, es zu lassen. Ich habe eine gute Balance gefunden", so der 33-Jährige.

Mit 36 der größte Routinier und nun bereits 17 Jahre im Weltcup ist Cuche (321 Rennen). Die Rückenprobleme im Frühjahr hat der Gesamtdritte 2009/2010 in den Griff bekommen, außer Slalom ("Ob ich zweitausend oder null Tore fahre - ich bin sowieso schlecht") hat er alles zur Zufriedenheit trainiert. Auf eine optimale Vorbereitung können auch Vonn und Riesch zurückblicken, die im Kampf um die Große Kristallkugel vermutlich auch wieder die größten Konkurrentinnen sein werden.

Gesamtweltcupgewinnerin und Abfahrtsolympiasiegerin Vonn hat einen ereignisreichen Sommer auf dem Societyparkett hinter sich, sich zwei Monate Pause gegönnt, zu Golfen begonnen und sogar ein Hole in One geschafft ("Glück"). In Sölden erschien sie allerdings topfit, ebenso wie ihre deutsche Freundin. Die musste nach Saisonende erst einmal den Schreck des Trainerwechsels (Erfolgscoach Mathias Berthold ging zu den ÖSV-Herren, Thomas Stauffer folgte) verkraften. "Jetzt denke ich, es war genau der richtige Zeitpunkt. Er hat frischen Wind gebracht, es läuft gut", sagte die Doppel-Olympiasiegerin von Whistler.

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