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Vonn verehrt Roger Federer © APA (dpa)

Lindsey Vonn dominiert den alpinen Damen-Ski-Weltcup fast nach Belieben. Seit 2008 hat die US-Amerikanerin dreimal in Folge den

Lindsey Vonn dominiert den alpinen Damen-Ski-Weltcup fast nach Belieben. Seit 2008 hat die US-Amerikanerin dreimal in Folge den Gesamt-Weltcup gewonnen, vor allem im Speed-Bereich fährt sie in einer eigenen Liga. Doch das ist der seit Montag 26-Jährigen zu wenig, denn Vonn möchte ihren Sport besser vermarkten und populärer machen. Ihr großes Vorbild in dieser Hinsicht ist der Tennissport.

"Super wäre, wenn wir es wie im Tennis machen würden. Bei ATP und WTA funktioniert die Vermarktung perfekt", meinte Vonn, ein bekennender Verehrer von Tennis-Superstar Roger Federer, am Donnerstagabend im Rahmen eines Pressetermins von Weltcup-Sponsor Audi. Deswegen schmeißt sich Vonn auch abseits der Piste kräftig ins Zeug. Fotoshootings wie jene für die Modezeitschrift "Vogue" oder für "Sports Illustrated" sollen nicht nur ihr selbst, sondern auch dem Skisport helfen.

"Ich probiere immer, diesen großartigen Sport populärer zu machen", erklärte Vonn, die genug Potenzial im Damen-Zirkus sieht. "Auch wir im Damen-Weltcup haben super Charaktere. Hübsche Fahrerinnen, die auch etwas zu sagen haben. Das sollten wir viel mehr nützen und hervorstreichen. Die Leute müssen durch Marketing und Merchandising viel mehr über die Athleten erfahren. Dann können sie etwas mit den Sportlern verbinden und interessieren sich mehr für den Weltcup."

Dafür sollen gemäß Vonn viel mehr Marketingmöglichkeiten wie das Internet oder in diesem Facebook genützt werden. Auch in dieser Hinsicht geht Vonn als Vorbild voraus, schließlich informiert sie ihre Fans via Homepage und Facebook ausführlich.

Eine Herzensangelegenheit Vonns ist es natürlich, den Skisport in ihrer US-Heimat noch weitaus populärer zu machen. "Wir brauchen dafür mehr Rennen in den USA. Der riesige US-Markt wird viel zu wenig genutzt. Die meisten US-Amerikaner wissen nicht, dass der Weltcup am Wochenende in Sölden beginnt - das ist eine Schande", meinte Vonn, die sich auch Rennen an der Ostküste wünschen würde, um Menschen aus dem Großraum New York anzulocken.

Vonn hat jedoch für US-Verhältnisse bereits Gigantisches erreicht, denn 2009 war sie vom Nationalen Olympischen Komitee der USA (USOC) zur Sportlerin des Jahres gewählt worden. Für Vonn steht dennoch fest, dass die Marketingabteilung des Ski-Weltverbandes (FIS) ein wenig entstaubt werden sollte: "Wir brauchen frische Ideen. Wir müssen mehr mit der Zeit gehen."

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