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Bode Miller will wieder voll angreifen © APA (epa)

Bode Miller ist heiß auf den am Sonntag in Sölden beginnenden alpinen Ski-Weltcup. Der US-Amerikaner wirkt mental sowie

Bode Miller ist heiß auf den am Sonntag in Sölden beginnenden alpinen Ski-Weltcup. Der US-Amerikaner wirkt mental sowie körperlich bestens vorbereitet und "ready". "Wenn ich gesundbleibe, dann zähle ich mich zu den drei Topfavoriten auf den Gesamt-Weltcup", erklärte der zweifache Sölden-Sieger und ernannte Aksel Lund Svindal (NOR) und Benjamin Raich (AUT) zu seinen zwei Hauptkonkurrenten.

Den Schweizer Titelverteidiger Carlo Janka sieht der 33-Jährige nur in der Rolle des Außenseiters. Und Miller lieferte dafür auch eine Begründung, denn Janka hat im vergangenen Winter die große Kristallkugel mit "nur" 1.197 Punkten erobert. Und Miller glaubt, dass man in der nun beginnenden Saison bis zu 1.600 Zähler brauchen wird, um die Trophäe beim Finale in Lenzerheide in die Luft stemmen zu dürfen.

"Wenn Benni, Aksel und ich auf unserem Toplevel fahren, dann wird Janka nicht mithalten können", sagte Miller. Eine derartige Fokussierung auf den Weltcup ist bei Miller nicht selbstverständlich. Vor einem Jahr hatte der zweifache Gesamt-Weltcup-Sieger erst in letzter Minute beschlossen, doch nicht zurückzutreten. In Sölden war Miller dann nicht gestartet, er konzentrierte sich stattdessen voll auf Olympia und wurde in Vancouver mit Gold (Kombi), Silber (Super-G) und Bronze (Abfahrt) belohnt.

Die traditionellen sommerlichen Spekulationen ums Ende seiner Karriere sieht Miller nicht als ein Späßchen, das er mit Medien und Fans treibt. "Das ist kein Scherz. Ich muss fühlen, ob ich weitermachen möchte oder nicht." Derzeit scheint es dem Vater einer zweijährigen Tochter wieder mehr Spaß zu machen, Teil des Weltcup-Trosses zu sein. Auch wenn Miller gesteht, dass "Nervenkitzel und Stimulation" nicht mehr dieselbe wie als 19-Jähriger seien. "Und das ist schon ein wenig frustrierend."

Auf Kriegsfuß steht Miller mit der Regelung, dass in Slalom, Riesentorlauf und Kombi im zweiten Durchgang die Top-30 in umgekehrter Reihenfolge fahren. "Das ist der einzige Grund, warum es so viele verschiedene Sieger und keine Seriensieger mehr gibt. Denn die Besten der Welt werden durch diese Regel einfach unglaublich benachteiligt." Es sei aufgrund der Kurspräparierung meist nahezu unmöglich, mit Startnummer 30 mit den Topzeiten mitzuhalten.

Miller wünscht sich daher die Rückkehr zu jener Regel, die bis 1995 gegolten hatte. Bis dahin waren im zweiten Durchgang zunächst die Läufer auf den Positionen 15 bis 1 gefahren, danach jene von 16 bis 30. Zum Thema Sicherheit im Weltcup meinte Miller kurz und bündig: "Viel Gerede, wenig Aktion."

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