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Mathias Berthold stolz auf "Schörgi" und Co. © APA (epa)

Nach dem Abbruch des alpinen Ski-Weltcup-Riesentorlaufs der Herren am Sonntag in Sölden haben die Techniker drei Wochen Zeit,

Nach dem Abbruch des alpinen Ski-Weltcup-Riesentorlaufs der Herren am Sonntag in Sölden haben die Techniker drei Wochen Zeit, sich auf den Slalom in Levi vorzubereiten. Für die Speedpiloten geht es erst Ende November in Lake Louise los. "Jetzt wissen wir, dass wir auf einem ganz guten Weg sind, aber wir müssen weiter arbeiten", war die Erkenntnis des neuen ÖSV-Herren-Cheftrainers Mathias Berthold.

Philipp Schörghofer auf Platz drei, Marcel Hirscher auf fünf und Romed Baumann auf acht lautetet aus österreichischer Sicht nach dem ersten und einzigen Durchgang. "Zu wissen, dass es passt, ist eine große Genugtuung. Es wäre extrem spannend geworden", prophezeite der 21-jährige Hirscher. "In Beaver Creek will ich es genauso machen, ich habe gewusst, dass ich gut in Form bin. Wird eh Zeit, dass es kracht, nur Zehnter werden will ich nicht mehr", sagte Schörghofer. Und Baumann meinte: "Meine Form stimmt, und auch die vom ganzen Team. Es hätte unser Tag werden können."

Das sah Berthold ähnlich, er sei stolz, wie sich seine Läufer präsentiert haben. "Schörgi bis zum unteren Teil, Romed speziell im unteren Teil. Marcel sowieso. Und Benni bis zur ersten Zwischenzeit", listete der Vorarlberger auf, dessen 19-jähriger Sohn Frederic Berthold Vorläufer gewesen war. Doch auch die Konkurrenz hatte sich der Cheftrainer genau angesehen: "Svindal ist sauschnell. Er ist da runtergestolpert und hat einen Fehler nach dem anderen gemacht und trotzdem eine brutale Zeit geschafft. Alle Achtung."

Der Norweger Aksel Lund Svindal lag an siebenter Stelle, die Führung hatte der Franzose Cyprien Richard vor Ted Ligety (USA/+0,02) sowie Davide Simoncelli (ITA) und Schörghofer (jeweils +0,03) inne. Mit 1,36 Sekunden Rückstand an 13. Stelle rangierte Gesamtweltcupsieger Carlo Janka, nur 16. war nach einem schweren Fehler Benjamin Raich (1,55). "Ein Schnitzer kann passieren. Was danach gekommen ist, hat mich mehr enttäuscht. Ich habe nicht mehr in den Rhythmus und die Fahrt gefunden. Das gilt es abzustellen, ich bin aber sehr zuversichtlich, dass es in den nächsten Rennen klappen wird."

Aufgrund der vielerorts prognostizierten Schneefälle werden die ÖSV-Herren und -Damen in den kommenden Tagen Flexibilität brauchen, was die Auswahl der Trainingsorte betrifft. "Ich trainiere jetzt wo es geht. Super-G, Slalom, alles. Ich habe einen Monat keinen Slalom trainiert", erzählte der Pitztaler Raich.

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