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Peter Pacult ist sauer auf Schiedsrichter Prammer © APA (Hochmuth)

Rapid Wien kommt in der Fußballmeisterschaft nicht vom Fleck. Statt erhofften drei Punkten in Wr. Neustadt kehrte Rapid am

Rapid Wien kommt in der Fußballmeisterschaft nicht vom Fleck. Statt erhofften drei Punkten in Wr. Neustadt kehrte Rapid am Sonntag nur mit einem 1:1 und viel Ärger über Entscheidungen von Schiedsrichter Thomas Prammer zurück. Die Rede ist von einem fragwürdigen Elfmeter für die "Magnaten" und dem Ausschluss von Kayhan. Zudem muss Rapid in den nächsten Wochen auf Vennegoor of Hesselink verzichten.

Der niederländische Stürmer musste in Wr. Neustadt bereits nach einer Viertelstunde verletzt vom Platz, eine Ultraschall- und MR-Untersuchungen am Montag ergab eine wenig erfreuliche Diagnose. Vennegoor of Hesselink, der zuletzt in Sofia getroffen hatte, zog sich einen Muskelfasserriss im rechten Oberschenkel zu und fällt nun länger aus.

Ein weiterer Rückschlag für die Rapidler, die derzeit keinen Lauf haben. Sie halten bei nur einem Sieg aus den jüngsten sieben Liga-Spielen und liegt nach Verlustpunkten schon zehn Zähler hinter Tabellenführer Sturm Graz. Torhüter Raimund Hedl schmerzte daher der neuerliche Punkteverlust. "Natürlich tut uns jeder Punkt, der uns nach oben fehlt, weh. Momentan ist im Blickfeld, so viele Punkte wie möglich zu holen und einen Lauf zu bekommen, wozu es dann am Ende reicht, wird man sehen", erklärte Hedl in der Sky-Sendung "Talk und Tore".

Den Hütteldorfern fehlte am Sonntag mit dem angeschlagenen Kapitän Hofmann sowie dem gesperrten Kavlak die Kreativabteilung im Mittelfeld und ab der 15. Minute auch Solo-Stürmer Vennegoor of Hesselink. Dennoch ging Rapid durch einen herrlichen Treffer von Katzer in Führung (22.), doch nur vier Minuten später gelang Aigner durch den fragwürdigen Elfer nach Foul von Kayhan an Simkovic an der Strafraumgrenze der Ausgleich (26.). Es sollte letztlich den Ausschlag geben.

"Mit dem Unentschieden kann ich nicht leben, die Schiedsrichterentscheidungen gehen mir schön langsam auf die Socken. Das ist das zweite Spiel, das wir durch eine Fehlentscheidung mit zehn Mann beenden müssen. Der Aufwand der Mannschaft wird durch klare Fehlentscheidungen bestraft", ärgerte sich Rapid-Trainer Peter Pacult.

Seinen Spielern machte er keine Vorwürfe. "Ich muss der Mannschaft ein Lob aussprechen, wir haben am Donnerstag ein schweres Spiel gehabt und bis zum Schluss mitgekämpft. Unter dem Strich werden wir aber nicht belohnt", so Pacult, der das Ergebnis zwiespältig beurteilte. "Wir haben nicht verloren, das ist für die Moral wichtig. Das hat uns aber in der Meisterschaft nicht weitergeholfen", sagte der Rapid-Trainer, dessen Team in der Liga nun am kommenden Sonntag mit Meister Salzburg auswärts und am 6. November mit dem Heimspiel gegen Tabellenführer Sturm zwei Spitzenspiele zu bestreiten hat.

Bei all der Kritik an Prammer profitierte auch Rapid von einer Entscheidung, die auch anders akzeptabel gewesen wäre. Bei einer Attacke von Katzer an Wolf (62.) sah der Unparteiische kein Elfer-Foul. "Der Elfmeter für Wr. Neustadt war durchaus vertretbar. In der zweiten Hälfte im Zweikampf zwischen Wolf und Katzer war es eine knappe Entscheidung, bei der man Elfer geben kann, aber nicht muss. Ich habe mich entschieden, weiterspielen zu lassen", rechtfertigte Prammer seine Entscheidungen.

Wr. Neustadt-Trainer Peter Schöttel sah daher das Remis mit gemischten Gefühlen. "Eigentlich ist vieles zu unseren Gunsten gelaufen, trotzdem haben wir es nicht geschafft, zu gewinnen. Rapid ist aber nicht irgendwer, da muss man die Kirche im Dorf lassen. Man kann mit dem Punkt zufrieden sein. Wenn wir jetzt jammern, dass wir nur einen Punkt gegen Rapid gemacht haben, sind wir eh schon sehr weit", sagte der langjährige Rapid-Verteidiger.

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