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Agnelli will sich nicht mit Aberkennung abfinden © APA (Archiv/epa)

Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin will sich nicht mit der Aberkennung zweier Meistertitel wegen seiner

Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin will sich nicht mit der Aberkennung zweier Meistertitel wegen seiner Verwicklung in den Liga-Manipulationsskandal von 2006 abfinden. "Sobald geklärt ist, dass sich der Verein in den entsprechenden Jahren korrekt verhalten hat, könnten wir ein Verfahren zur Rückgabe der Titel aus den Jahren 2005 und 2006 anstreben", sagte Juve-Präsident Agnelli.

Juve waren die Titel aberkannt worden, weil Ex-Manager Luciano Moggi und Ex-Geschäftsführer Antonio Giraudo nach Überzeugung des Sportgerichts des italienischen Fußballverbands (FIGC) Schiedsrichter beeinflusst und so Spiele zu Gunsten der Turiner manipuliert haben. Die Funktionäre wurden 2006 vom FIGC zu Sperren und Geldstrafen verurteilt, die Turiner wurde zudem in die Serie B zurückgestuft.

Während des laufenden Zivilprozesses gegen Moggi und weitere Angeklagte in Neapel tauchten nun neue abgehörte Telefongespräche von Referees und Verbandsfunktionären unter anderem mit Inter Mailands Präsident Massimo Moratti auf. Die Richter müssen nun klären, ob Inter-Funktionäre in ähnlicher Weise mit Unparteiischen in Kontakt standen wie Moggi. Sollte dem so sein, fühlt sich Juventus zu Unrecht bestraft. Der Club von Alexander Manninger hat beim FIGC bereits beantragt, Inter den nachträglich zuerkannten Titel 2006 wieder abzusprechen.

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