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Harnik schoss alles drei Stuttgart-Tore © APA (dpa)

Was Marko Arnautovic und Sebastian Prödl am Dienstagabend im Zweitrunden-Schlager des deutschen Fußball-Cups mit Werder Bremen

Was Marko Arnautovic und Sebastian Prödl am Dienstagabend im Zweitrunden-Schlager des deutschen Fußball-Cups mit Werder Bremen in München gegen Double-Gewinner FC Bayern trotz einiger hochkarätiger Chance nicht geglückt (1:2) ist, haben 24 Stunden später ihre Landsleute Martin Harnik und Stefan Maierhofer im Dress des VfB Stuttgart bzw. MSV Duisburg geschafft. Das Duo avancierte zu Matchwinnern.

Die Schwaben stiegen dank des ersten Dreierpacks von Harnik als Profi in Chemnitz mit einem 3:1 ins Achtelfinale auf, die Meidericher siegten in Halle durch den dritten Saisondoppelpack von Maierhofer, der ein "Triple" mit einem verschossenen Handelfer verjuxte, 3:0. Im Gegensatz zum "Langen" kam Harnik erst in der 76 Minute zum Einsatz, rettete den VfB zwei Minuten später mit dem Ausgleich zum 1:1 in die Verlängerung und schlug letztlich dort noch zweimal zu.

"Wenn ich reinkomme, will ich auch etwas bewegen und nicht einfach nur mitlaufen", sagte Harnik nach seinem Auftritt. Sein Leitmotiv hat der Reservist in dieser Saison schon mehrfach eindrucksvoll umgesetzt. Auch in den Europa-League-Spielen auswärts gegen Odense BK, Molde FK und Slovan Preßburg (Bratislava) sowie gegen Schalke erzielte der "Ösi" nach seinem Eintausch wichtige Treffer.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt bei dem "Schnäppchen" Harnik. Vor der Saison wurde der in Hamburg geborene ÖFB-Teamspieler für nur 300.000 Euro von Werder Bremen verpflichtet. Am Mittwochabend stand die Okkasion wieder im Mittelpunkt. "Wir können froh sein, dass wir das Ding noch einmal gedreht haben. Wir haben uns schwergetan, das war so ein klassisches Pokalspiel Viert- gegen Erstligist", resümierte der 23-Jährige.

Jens Keller, der neue, nun vier Spiele ungeschlagene Trainer, weiß, was er an seinem Edeljoker hat. "Es ist immer gut, wenn man weiß, dass man jemanden auf der Bank hat, der dann richtig etwas bewegt, wenn er reinkommt. Martin war immer sofort da, und ich weiß nicht, ob die anderen Spieler das auch können. Irgendwann wird er sicher eine Chance bekommen." Nächste Gelegenheit dafür wäre am Samstag im Liga-Spiel in Wolfsburg.

Harnik gab sich nach dem Schlusspfiff genau hanseatisch cool und gelassen wie auf dem Rasen. "Ich brauche jetzt keinen Alarm über die Medien machen, sondern lasse einfach die Leistung sprechen. Jens weiß ganz genau, dass ich in die Startelf möchte und mit der Joker-Rolle nicht zufrieden bin. Am Ende entscheidet er das aber und da bringt mir das große Maul in der Presse auch nichts."

Eine fixe Größe ist Maierhofer in den Reihen des zweitklassigen dreifachen Cup-Siegers MSV Duisburg. "Es macht als Stürmer einfach Spaß, wenn die Bälle genau reinkommen. Wir haben heute aber als Mannschaft gewonnen", meinte der 2,02-m-Hüne aus Österreicher, der zu "Bild"-Zeitung sagte: "Wir sind nicht der MSV Maierhofer, sondern nur als Team stark!" Das treffsichere "Zebra" wünscht sich nun im Achtelfinale nur eines: "Hauptsache ein Heimspiel."

Nichts zu jubeln hatte diesmal Andreas Ivanschitz, der nach seinem Goldtor gegen Leverkusen in der Startelf stand, und der in der 63. Minute eingewechselte Christian Fuchs. Sie flogen mit Tabellenführer FSV Mainz in Aachen gegen Zweitligist Alemannia durch ein 1:2 aus dem Bewerb. Ivanschitz war bemüht wie seine Nebenleute, aber glücklos. Trainer Thomas Tuchel, dessen Truppe am Wochenende in der Liga-Verfolger Borussia Dortmund empfängt, bilanzierte nüchtern: "Uns hat die Frische und die Klarheit und Kompaktheit im Spiel gefehlt. Der Lucky Punch zum Ausgleich war uns nicht vergönnt."

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