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Ronaldo präsentierte sich zuletzt in Topform © APA (Archiv/epa)

Real Madrid will in der spanischen Fußball-Meisterschaft die Tor-Festspiele prolongieren. Der Spitzenreiter tritt in der 9.

Real Madrid will in der spanischen Fußball-Meisterschaft die Tor-Festspiele prolongieren. Der Spitzenreiter tritt in der 9. Runde am Samstag mit 16 Toren in den jüngsten drei Partien im Gepäck, davon acht durch Cristiano Ronaldo, bei Aufsteiger Alicante an. Die "Königlichen" sind aber gewarnt: Hercules fügte in dieser Saison bereits dem FC Barcelona eine empfindliche Heimniederlage zu.

Für Aufsehen sorgte vor der Partie der Madrilenen ein Ex-Real-Kicker. Alicante müsste für den ausgeliehenen Royston Drenthe bei einem Einsatz gegen das Mourinho-Team zwei Millionen Euro an Real zahlen. Diese Klausel wurde in den Vertrag zwischen den beiden Clubs eingebaut. "Vielleicht sollte ich die Summe selbst bezahlen", meinte der Niederländer gegenüber der lokalen Zeitung "Informacion". Er trainiere unter der Voraussetzung, gegen den ehemaligen Arbeitgeber einzulaufen. Bei Real war der Mittelfeldspieler vor der Saison aussortiert worden, bei Hercules ist er ein Leistungsträger.

Der Aufsteiger startete fulminant in der Primera Divison und fügte Barca in der 2. Runde eine 0:2-Heimpleite zu. Nach acht Spielen liegt Alicante, das auf die Torjäger David Trezeguet und Nelson Valdez vertraut, auf dem 13. Tabellenrang. Die im Cup zuletzt enttäuschende Real-Elf hingegen thront einen Punkt vor Villarreal und Barcelona an der Spitze. Villarreal spielt erst am Sonntag auswärts gegen Sporting Gijon.

Der regierende Meister aus Katalonien ist Samstag im heimischen Camp Nou gegen den FC Sevilla im Einsatz. Barca-Coach Pep Guardiola schonte beim 2:0-Cupsieg gegen Ceuta zuletzt einen Großteil seiner Stamm-Elf. Gegen den Sechsten FC Sevilla soll auch Spielmacher Xavi nach seinen Achillessehnenproblemen zurückkehren. Für Schlagzeilen in Madrid und Barcelona sorgte aber bereits einen Monat vor der Partie der "El Clasico" der beiden Erzrivalen. Ein Streit um den Spieltermin ist entbrannt.

Der Klassiker war eigentlich für Sonntag, den 28. November, vorgesehen. An diesem Tag finden in Katalonien jedoch Wahlen zum Regionalparlament statt. Real will den Hit daher auf Samstag vorziehen. Barca ist dagegen, weil die Madrilenen nach den Champions-League-Spielen einen Tag mehr als sie selbst zur Vorbereitung hätten. Der Meister macht sich dafür stark, am Montag (29. November) zu spielen. "Der Montag ist kein würdiger Tag für ein solches Spiel", wiegelte Reals Generaldirektor Jorge Valdano ab. Er bestätigte übrigens, dass Zinedine Zidane künftig bei den Champions-League-Partien und einigen Meisterschaftsspielen dabei sein und seine Erfahrung einbringen wird,

Wie das Sportblatt "As" (Donnerstag) berichtete, liegt die Entscheidung über den "Clasico"-Termin bei der Fernsehgesellschaft Mediapro, die die Übertragungsrechte besitzt. Der TV-Anbieter hat seinen Hauptsitz in Barcelona. Aber auch Real hat in dem Terminstreit seine Fürsprecher:  Die ausländischen Sendeanstalten, die für die Übertragung des Spiels zahlen sollen, dürften den Samstag bevorzugen.

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