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Sturm geht als Favorit in die Partie © APA (Parigger)

Cupsieger Sturm Graz hat am Samstag im Spiel um die Tabellenführung den FC Wacker Innsbruck zu Gast. Der Tabellenerste aus der

Cupsieger Sturm Graz hat am Samstag im Spiel um die Tabellenführung den FC Wacker Innsbruck zu Gast. Der Tabellenerste aus der Steiermark geht als Favorit in die aller Voraussicht nach ausverkaufte Partie gegen den nach einem sensationellen Saisonstart derzeit schwächelnden Aufsteiger. Nach zwei Niederlagen in Folge gegen Meister Salzburg sind die Innsbrucker seit fünf Runden sieglos.

Die Grazer gehen nach einem 4:0-Auswärtssieg im Derby gegen Kapfenberg mit viel Rückenwind ins Spiel. "Die Mannschaft hat Selbstvertrauen, wir haben den Sprung nach ganz oben geschafft. Ziel ist es jetzt, das gegen Tirol zu verteidigen", sagte Sturm-Trainer Franco Foda.

Die jüngsten beiden Heimspiele (0:2 gegen die Austria, 0:1 gegen Ried) haben die Grazer aber verloren und dabei auch keinen Treffer erzielt - umso wichtiger ist eine positive Vorstellung am Samstagabend. "Wir wollen jetzt auch zu Hause gut spielen und gewinnen", forderte Foda. Der Deutsche rechnete aber mit einem durchaus ebenbürtigen Gegner. "Die Tabelle sagt, dass Innsbruck an zweiter Stelle steht, und sie stehen nicht umsonst dort", lobte Foda.

Die derzeitige Tabellenführung hat für die Grazer derzeit keine große Bedeutung. "Die Meisterschaft und der Abstiegskampf werden im Frühjahr entschieden. Jetzt, in diesen Phasen, ist es aber wichtig Punkte, zu sammeln", sagte Foda, der noch um den Einsatz des wegen einer Grippe-Erkrankung beim Donnerstag-Training fehlenden Goalies Christian Gratzei bangte.

Die Tiroler warten nicht nur seit fünf Spielen auf einen Sieg, sondern haben in diesem Zeitraum auch nur einen Treffer erzielt und zuletzt zwei Niederlagen in Folge kassiert. "Wir müssen uns wieder auf unsere Tugenden besinnen, so auftreten wie zu Saisonbeginn", forderte Wacker-Coach Walter Kogler von seiner Mannschaft. "Kompakt, kompromisslos und mit der nötigen Leidenschaft", fügte Goalie und Kapitän Pascal Grünwald hinzu.

Kogler hofft jedenfalls auf ein Ende des Abwärtstrends. "Wir können sicher auch in Graz etwas mitnehmen", betonte der 42-Jährige, der während seiner aktiven Zeit auch mehrere Jahre bei den Grazern gespielt hatte. An eine mögliche Rückkehr an die Tabellenspitze wird bei den Innsbruckern kein Gedanke verschwendet. "Wir denken nicht daran, das ist für uns kein Thema. Wir denken nur von Spiel zu Spiel", meinte Grünwald.

In die Partie in der UPC-Arena gehen die Tiroler mit Respekt. "Sturm Graz ist eine Mannschaft, die unheimlich schnell umschalten kann und das Direktspiel forciert. Es ist das gleiche Spiel, dass auch wir machen, insofern kann es ein interessantes Spiel werden", schätzte Kogler die Ausgangslage ein.

Die erste Saisonpartie war nach einem durchaus ausgeglichenen Spielverlauf nach je einem Doppelpack von Haris Bukva (Sturm) und Marcel Schreter (Innsbruck) am Tivoli mit einem 2:2-Remis zu Ende gegangen. Das Aufeinandertreffen ist das zweite Topspiel der 13. Runde neben der am Sonntag stattfindenden Partie Meister Salzburg gegen Rekordmeister Rapid. Das bisher letzte Spiel in der UPC-Arena zwischen Sturm und Wacker fand übrigens am 12. April 2008 statt und endete mit einem 2:0-Heimerfolg der "Blackys".

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