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Für beide Teams gilt "verlieren verboten" © APA (Archiv/Hochmuth)

Im Spitzenspiel der 13. Runde geht es am Sonntag in Wals-Siezenheim lediglich um den Anschluss an die Tabellenspitze der

Im Spitzenspiel der 13. Runde geht es am Sonntag in Wals-Siezenheim lediglich um den Anschluss an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Sowohl Meister Red Bull Salzburg als auch Rekordchampion Rapid befinden sich derzeit nur im Tabellenmittelfeld, vor allem für die Grün-Weißen könnte die Lage im Falle einer Niederlage prekär werden.

Rapid liegt derzeit nach Verlustpunkten gerechnet schon zehn Zähler hinter Spitzenreiter Sturm Graz. Ohne Punktgewinn in Salzburg würde die Titelchance möglicherweise schon vorzeitig schwinden, auch wenn Salzburg-Trainer Huub Stevens betonte: "Rapid bleibt für mich bis zum Ende Titelkandidat. Das ist eine Mannschaft mit sehr viel Qualität, die offensichtlich auch Probleme hat, wie wir sie hatten. Aber wir waren auch schon abgeschrieben und werden am Ende um die Meisterschaft ein entscheidendes Wort mitreden", erklärte der Niederländer.

Seinen Optimismus schöpft Stevens aus vier Siegen in den jüngsten fünf Liga-Partien. Zuletzt wurde der sensationell gestartete Aufsteiger Wacker Innsbruck mit 4:0 in die Schranken gewiesen. "Ich war in diesem Match aber nicht mit allem zufrieden", sagte Stevens, gab jedoch auch zu: "Das Selbstvertrauen innerhalb der Mannschaft wächst. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, dem am Sonntag der nächste folgen soll."

Den Personalproblemen bei den seit vier Runden ungeschlagenen Rapidlern will der Coach nicht allzu viel Bedeutung beimessen. "Wir schauen auf uns, und wenn wir unsere Qualitäten ausspielen können, dann wird es ein gutes Spiel. Der Ausfall von Steffen Hofmann ist für mich nicht entscheidend", sagte Stevens.

Neben dem Kapitän muss Peter Pacult auch auf den verletzten Jan Vennegoor of Hesselink und den gesperrten Tanju Kayhan verzichten. Dennoch war der Rapid-Trainer bemüht, die Ausfallliste nicht allzu sehr in den Vordergrund zu rücken. "Damit muss man leben und gut umgehen können. Jetzt müssen eben andere in die Bresche springen", forderte der seit Donnerstag 51-Jährige, der vor seinem 150. Meisterschafts-Match als Rapid-Trainer (bisher 79 Siege, je 35 Remis und Niederlagen) steht.

Pacult relativierte den großen Abstand zur Tabellenspitze. "Es ist nicht das erste Mal, dass wir in der Liga so einen Rückstand haben, das war in den letzten drei Jahren immer so. Wir haben das Potenzial, den Anschluss zu schaffen, und wir wollen in Salzburg punkten", meinte der Wiener, dem noch immer so manche Schiedsrichter-Entscheidung der vergangenen Wochen im Magen liegt.

"Wichtig ist, dass wir diesmal einen Schiedsrichter haben, über dessen Leistung wir nach dem Spiel nicht diskutieren müssen", sagte der Coach. Druck wolle er auf Referee Thomas Einwaller allerdings keinen ausüben. "Ganz im Gegenteil, ich war immer einer, die die Schiedsrichter verteidigt hat. Keiner macht mit Absicht Fehler, außerdem habe ich ja schon zugegeben, dass wir in der Vergangenheit auch von Schiedsrichter-Fehlern profitiert haben."

Pacult geriet in den vergangenen Tagen nicht nur wegen seiner Kritik an den Unparteiischen, sondern auch aufgrund des angeblichen Interesses des 1. FC Köln in die Schlagzeilen. "Natürlich fühlt man sich dadurch geehrt. Aber diese Gerüchte kommen nicht von mir. Außerdem habe ich gelesen, dass Stevens auch im Gespräch ist, also betrifft ihn das genauso."

Doch auch der Salzburg-Trainer will von einem Engagement in Köln offiziell nichts wissen. "Ich habe einen Vertrag in Salzburg, und es hat sich niemand bei mir gemeldet", erklärte Stevens.

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