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Oberösterreich-Derby unter ungleichen Vorzeichen © APA (Archiv/Rubra)

Die SV Ried hat vor dem Oberösterreich-Derby gegen den LASK am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) 13 Punkte mehr als die Linzer auf

Die SV Ried hat vor dem Oberösterreich-Derby gegen den LASK am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) 13 Punkte mehr als die Linzer auf dem Konto. Trotzdem sieht Ried-Coach Paul Gludovatz seine Truppe im Spiel der 13. Bundesliga-Runde gegen das Schlusslicht nicht in der Favoritenrolle. "In Linz kann Ried nie Favorit sein", betonte der Ex-ÖFB-Nachwuchs-Teamchef.

Die viertplatzierten Rieder haben mit 21 Punkten aus 12 Spielen in der laufenden Saison bisher voll überzeugt, zuletzt aber eine bittere 1:3-Heimniederlage gegen Mattersburg kassiert. "Wir haben die Niederlage aufgearbeitet und dann sofort wieder auf den nächsten Gegner hingearbeitet", sagte Gludovatz.

Die Bilanz im direkten Duell spricht für und gegen beide Teams. In den vergangenen neun direkten Duellen gab es für die Linzer nur einen Sieg, auf der anderen Seite haben sie vor eigenem Publikum in 18 Anläufen nur einmal gegen die Rieder verloren. "Das Oberösterreich-Derby ist etwas Besonderes, hat eine große Bedeutung, unabhängig vom Tabellenstand", betonte Gludovatz.

Nicht nur aufgrund der Brisanz des Revierduells erwartete der Ried-Coach eine spannende Partie. "Die Letzten sind meistens die Gefährlichsten", warnte Gludovatz, der bis auf die Langzeitverletzten alle Mann an Bord hat, vor dem LASK. Die Rieder sind in der laufenden Saison auswärts besser als zu Hause, haben in der Fremde vier ihrer sieben Saisonsiege gefeiert.

Für die Linzer steht deutlich mehr auf dem Spiel, nach zwölf Runden fehlen zwei Punkte auf den Vorletzten Mattersburg und vier Zähler auf Kapfenberg. "Die Mannschaft weiß, worum es geht", sagte LASK-Trainer Helmut Kraft. Das Derby bringe sehr viel Brisanz mit sich. "Und wir wollen das Spiel natürlich gewinnen", fügte Kraft hinzu.

Die Rieder lobte der LASK-Trainer in den höchsten Tönen. "Sie haben einen sehr guten Saisonstart hingelegt, stehen in der Defensive sicher und haben bisher durch starkes Konterspiel überzeugt", sagte Kraft über seinen Ex-Club.

Die Linzer wollen jedenfalls so schnell wie möglich vom Tabellenende wegzukommen. "Wir hoffen, mit einem guten Ergebnis gegen Ried einen positiven Lauf starten zu können", sagte Daniel Sobkova. Metz und Kragl (verletzungsbedingt) fehlen genauso wie Sulimani (Aufbautraining) und Derdak (gesperrt), zudem ist der Einsatz von Piermayr (Muskelfasereinriss) fraglich.

Das erste Saisonduell hatten die Rieder in der Keine-Sorgen-Arena dank eines Last-Minute-Tors von Ewald Brenner (88./Freistoß) mit 1:0 für sich entschieden.

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