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Einsamer Rufer in der Wüste © APA (epa)

Der Europäische Fußball-Verband (UEFA) hat wie angekündigt rechtliche Schritte gegen den Zyprioten Spyros Marangos

Der Europäische Fußball-Verband (UEFA) hat wie angekündigt rechtliche Schritte gegen den Zyprioten Spyros Marangos eingeleitet. Der Funktionär behauptet, dass die Vergabe der EM 2012 an Polen und die Ukraine im Jahr 2007 zum Nachteil von Italien geschoben worden sei.

Der Funktionär hatte mehrfach Bestechlichkeitsvorwürfe gegen vier Spitzenfunktionäre der UEFA erhoben und in dieser Woche ein Ultimatum des Dachverbandes zur Vorlage von Beweisen verstreichen lassen. Deshalb habe man am Freitag beim zuständigen Schweizer Strafgericht und auf Zypern Anzeige erstattet, teilte die in Nyon ansässige UEFA am Samstag mit.

Man sei demnach zu diesem Schritt gezwungen gewesen, "um erstens herauszufinden, ob die Vorwürfe von Marangos gerechtfertigt sind und es auch konkrete Beweise dafür gibt". Außerdem solle dadurch "die Integrität und der gute Name der UEFA und des europäischen Fußballs im Allgemeinen geschützt werden", da dieser durch die Anschuldigungen ernsthaft beschädigt worden sei.

Der ehemalige Schatzmeister des zypriotischen Verbandes hatte am  Donnerstag betont, er habe kein Vertrauen in die UEFA und wolle deshalb keine Beweise in die Schweiz übermitteln. Er hatte aber angekündigt, dass er diese auf Zypern sehr wohl vorlegen wolle und es zudem drei Zeugen für die angebliche Bestechung gebe. Nach seiner Darstellung soll bei der Abstimmung 2007 in Cardiff ein Funktionär 3,15 Millionen Euro bekommen haben, drei weitere jeweils zwei Millionen.

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