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Liendl bereitete vergeblich Chance um Chance vor © APA (Diener/Manhart)

Die Wiener Austria ist in der Fußball-Bundesliga weiterhin zu Hause keine Großmacht. Im ersten Samstagsspiel der 13. Runde

Die Wiener Austria ist in der Fußball-Bundesliga weiterhin zu Hause keine Großmacht. Im ersten Samstagsspiel der 13. Runde mussten sich die Wiener in ihren neuen Jubiläumsdressen zum "Hunderter" des Vereins zu Hause gegen Wiener Neustadt mit einem 1:1 (1:1) zufriedengeben. Für die Daxbacher-Elf ein klarer Verlust von zwei Punkten, der vor allem einer schwachen Chancenverwertung geschuldet war.

In einer flotten, intensiv geführten Partie ging die Austria durch Roland Linz in Führung (16.), Kostal gelang noch vor der Pause der Ausgleich für die nur in der ersten Hälfte ebenbürtigen Gäste (38.). Die Austria vergab, den dritten Saison-Heimsieg vor Augen, schließlich zahlreiche Chancen, die Niederösterreicher wiederum durften sich bei Tormann Saso Fornezzi bedanken, der mit zahlreichen Paraden glänzte.

Austria-Coach Karl Daxbacher setzte auf die selbe Elf wie beim Heimsieg gegen den LASK vor einer Woche, ÖFB-Teamspieler Julian Baumgartlinger sah die Partie eine gute Stunde von der Bank aus. Prompt leitete sein Vertreter am Feld, Michael Liendl, mit einer weiten, hohen Flanke in die Spitze in der 16. Minute auch das 1:0 ein: Roland Linz nahm die Vorlage perfekt an, ließ Ramsebner aussteigen und machte aus wenigen Metern seinen siebenten Saisontreffer perfekt. Schon zuvor hatte Fornezzi zweimal in höchster Not vor Tadic bzw. Junuzovic klären müssen.

Dass Tadic (22.) und Stankovic (33.) gute Chancen auf das 2:0 vergaben, sollte sich noch vor der Pause rächen. Nach einem Simkovic-Freistoß machte Kostal per Kopf den Ausgleich für die spielerisch ambitionierten, aber bis dahin ohne echte Chance agierenden Gäste (38.) - auch dank mangelnder Zuordnung in der Wiener Abwehr.

Der Weckruf zeigte Wirkung. Bald nach dem Seitenwechsel machte die Austria gehörig Druck, hatten aber mehr mit der eigenen Abschlussschwäche als mit der immer defensiveren Schöttel-Elf zu kämpfen. In der 52. Minute schoss Junuzovic Fornezzi nach einer schönen Aktion über mehrere Stationen aus kurzer Entfernung förmlich ab, der Slowene musste auch gegen Linz und Baumgartlinger klären (69.)

Passend zum Chancensterben bei den Hausherren verstolperte der eingewechselte Schumacher in der 78. Minute etwa vier Meter vor dem Tor die nächste gute Möglichkeit. Im Finish fanden die nur noch sporadisch nach vorne spielenden Gäste dann sogar die kleine Gelegenheit auf den Sieg vor, Grünwalds guter Schuss ging aber knapp am Kasten von Almer vorbei (88.). Bereits in der Nachspielzeit retteten Fornezzi und Simkovic (auf der Linie) gegen Junzovic bzw. Hlinka den Punkt, Dragovic verfehlte aus guter Position das Tor.

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