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Beckenbauer sieht kein Zerwürfnis an Bayern-Spitze © APA (dpa/Archiv)

Franz Beckenbauer hat Verständnis für die Verbalattacke von Uli Hoeneß gegen Louis van Gaal gezeigt. "Das Recht, auch mal

Franz Beckenbauer hat Verständnis für die Verbalattacke von Uli Hoeneß gegen Louis van Gaal gezeigt. "Das Recht, auch mal aufzurütteln, hat er schon. Bevor sich alle gegenseitig auf die Schultern klopfen vor Begeisterung, geht der Uli dazwischen. Das macht er ja gerne", sagte der Ehrenpräsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München in der "Bild"-Zeitung.

Laut "Kaiser" Beckenbauer steckt hinter der Hoeneß-Kritik Absicht. "Das ist geplant. Ich schätze die Aussagen so ein, dass er aufrütteln und ein bisserl Feuer in den Laden bringen will", meinte der ehemalige Bayern-Präsident vor dem Champions-League-Spiel am Mittwoch in Rumänien gegen CFR Cluj (Klausenburg). Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge kündigte vor dem Abflug am Dienstag ein Schlichtungsgespräch an.

Der Trainer sei über die Aussagen des Präsidenten nicht glücklich gewesen, berichtete der Vorstands-Vorsitzende, "entscheidend ist aber jetzt, dass sie nicht mehr übereinander, sondern miteinander sprechen". Die gemeinsame Aussprache dürfte in Rumänien stattfinden. Hoeneß hatte am Sonntagabend im Abo-TV-Sender Sky heftige Kritik an van Gaal geübt.

Nach Meinung von Beckenbauer glaubt Hoeneß, dass van Gaal souverän auf die Angriffe reagieren werde, "alles andere würde mich wundern. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass er ein gutes Gedächtnis hat und das nicht so leicht vergisst". Sorgen, dass der Streit zu einem Bruch führen kann, hat Beckenbauer nicht.

Unter den Bayern-Spielern ist die Auseinandersetzung zwischen Präsident und Trainer schon ein Kabinenthema, doch Philipp Lahm mahnte, dass die Mannschaft sich auf das Spiel am Mittwoch fokussieren soll. "Was zählt, ist auf dem Platz", sagte der Nationalspieler, "das große Plus des FC Bayern in der Vergangenheit war, dass Harmonie in allen Reihen geherrscht hat".

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