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Pawljutschenko zeigt es an: Bale gehört der Ruhm © APA (epa)

Inter Mailand und der FC Barcelona, die Triumphatoren der Fußball-Champions-League 2010 bzw. 2009, sind am Dienstagabend in der

Inter Mailand und der FC Barcelona, die Triumphatoren der Fußball-Champions-League 2010 bzw. 2009, sind am Dienstagabend in der 4. Runde der Gruppenphase sieglos geblieben und haben den vorzeitigen Aufstieg verpasst. Der Titelverteidiger verlor im Pool A in London gegen Tottenham Hotspur 1:3 und damit die Tabellenführung an seinen Bezwinger, Baraca spielte in Gruppe D beim FC Kopenhagen nur 1:1.

Die erste Niederlage der Nerazzurri in der Eliteliga seit 28. April (0:1 im Semifinal-Rückspiel in Barcelona) trug einen Namen: Gareth Bale. "Bale Force - Gareth fegt die Champions weg", wählte die englische Boulevard-Zeitung "The Sun" als Schlagzeile. Und das italienische Sportblatt "La Gazzetta dello Sport" schrieb in ihrer Mittwoch-Ausgabe von einer "englischen Lektion."

Der 21-jährige Waliser, der vor zwei Wochen in San Siro aus einem 0:4-Rückstand durch einen Hattrick ein ehrenvolles 3:4 gemacht hatte, trat diesmal als Vorbereiter in den Mittelpunkt. Der linke Flügelflitzer gab die entscheidenden und präzisen Pässe zum 2:0 durch Peter Crouch (61) und zum 3:1 durch Roman Pawljutschenko (89.). "Er ist einer der Besten auf dieser Position. Er war heute überragend. Er hat Inter gekillt", lobte Rafael van der Vaart, der nach idealem Zuspiel von Luka Modric das 1:0 (18.) erzielt hatte.

Auch Harry Redknapp kam über seinen Schützling, der 2007 aus Southampton zu den "Spurs" gekommen war und mit Tottenham noch einen bis 2014 laufenden Vertrag besitzt, ins Schwärmen. Er sprach von einem "erstaunlichen" Bale, der alles habe. "Der Bursche spielte gegen einen Gegner, der als bester Rechtsverteidiger der Welt gilt (Anm.: Maicon). Das, was er in den zwei Spielen gezeigt hat, war großartig", sagte der Tottenham-Trainer, der seinem 27-fachen Teamspieler Bale großartige Fähigkeiten bescheinigt.

Es sei nicht nur das Tempo, sondern er könne auch den ganzen Tag laufen, laufen und laufen. "Er kann flanken, sein linker Fuß ist aus dem Lauf heraus Spitze, er kann schießen, dribbeln und köpfeln. Außerdem ist er ein toller Typ. Man könnte sich keinen netteren, einfacher zu führenden Burschen als ihn vorstellen. Er ist ein fantastischer Kerl", charakterisierte Redknapp den Mann mit der Rückennummer drei, der zu Beginn seiner Karriere häufig als linker Verteidiger eingesetzt worden war. Seine Offensivqualitäten ließen ihn zu einem immer mehr gefragten Außenspieler werden.

Rafael Benitez gab sich als fairer Verlierer. "Tottenham hat mit viel Tempo gespielt und war gefährlich. Wir waren nicht gut. Wenn man Bale so viel Raum lässt, kann man ihn nicht so leicht stoppen", resümierte der spanische Inter-Feldherr.

Die "Löwen" aus Kopenhagen machten ihrem Namen alle Ehre und trotzten daheim dem FC Barcelona ein 1:1 ab. Der Brasilianer Claudemir verschob nur 92 Sekunden nach Lionel Messis 30. CL-Tor (31.) mit seinem Ausgleich das Barca-Jubiläum. Mit einem Sieg wären die Katalanen zum zehnten Mal in Serie fix in der K.o.-Phase gewesen.

Dass Messi nun mit 32 Goals in internationalen Bewerben erfolgreichster Barca-Schütze der Geschichte ist, wird dem Argentinier ein schwacher Trost sein. "Es ist ärgerlich, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben, denn dann hätten wir die Gruppe abhaken können", sagte Barca-Coach Josep Guardiola, dessen Truppe in der "Königsklasse" nun seit 9. Dezember 2009 (2:1 Dynamo Kiew) fünf Auswärtsspiele sieglos ist.

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