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Junuzovic und Kollegen wollen Rache üben © APA (Pessenlehner)

Der FK Austria Wien hat mit den zweitplatzierten Innviertlern am Samstag im Schlager der 14. Bundesliga-Runde ein Hühnchen zu

Der FK Austria Wien hat mit den zweitplatzierten Innviertlern am Samstag im Schlager der 14. Bundesliga-Runde ein Hühnchen zu rupfen. Das 0:1 zuletzt am 8. August durch ein Tor des eingewechselten Hackmair trug dazu bei, dass die violette Heimbilanz gar nicht rosig aussieht. Die Rieder könnten ihrerseits zumindest für 24 Stunden von Sturm Graz die Tabellenführung übernehmen.

Für die "Wikinger" wäre das in dieser Saison kein neues Gefühl, haben sie doch von der vierten bis zur sechsten Runde schon das Zehnerfeld angeführt, ehe sie am 11. September in Innsbruck gegen Aufsteiger Wacker 0:1 und damit "doppelt" verloren. Von Platz eins möchte zumindest Paul Gludovatz überhaupt nichts wissen. "Daran denke ich überhaupt nicht. Seit unserem 1:0 hat sich die Austria wesentlich weiterentwickelt, ist für mich ein potenzieller Meisterkandidat," lobte der SVR-Trainer den Gegner.

"Junuzovic, Baumgartlinger, Dragovic und Co. spielen einen narrisch schnellen Fußball, da kommt der Ball überhaupt nicht zur Ruhe", spricht der Burgenländer mit Respekt. Seine Elf befindet sich derzeit auf der Kippe vom Stil des Reagierens hin jenem des Spielens. "Jetzt können wir gegen die spielstärkste Mannschaft zeigen, wie weit wir diesbezüglich sind. Wir werden mithalten. Ich denke, es wird sich ein attraktives Spiel entwickeln und hoffe, dass wir auch punkten werden."

Voraussetzung dafür ist, dass die Rieder, die seit 21 Liga-Partien (2:2 am 3. April 2:2 LASK) nicht remisierten, läuferisch und taktisch Paroli bieten. Auch wenn die Innviertler zu Hause gegen die Violetten seit drei Partien torlos (0:0, 0:2, 0:1) sind und zuletzt zwei Heimniederlagen (1:2 Salzburg, 1:3 SV Matterburg) bezogen, haben sie bewiesen, dass sie können. "Wir haben Rapid geschlagen und auch gegen die Bullen war ein Punkt möglich", erinnerte Gludovatz, der weiterhin auf seine fünf Langzeitverletzten Gebauer, Auer, Lexa, Hackmair und Huspek verzichten muss.

Wenn Karl Daxbacher auf das kommende Liga-Spiel auf des Gegners Platz angesprochen wird, dann kommt ihm manchmal schon ein "Gott sei Dank" über seine Lippen. Seine Schützlinge sind auswärts immerhin seit 14. März (0:2 in Hütteldorf) ungeschlagen (9-3-0) und weit erfolgreicher als im Horr-Stadion. Aber Ried sei keine dankbare Aufgabe, weil dort Siege eher erwartet werden würden als in Salzburg, Hütteldorf oder Graz. "Die Rieder werden allgemein nicht so hoch eingeschätzt. Aber wir wissen, wie schwierig es dort ist."

Der Feldherr der drittplatzierten Austrianer rechnet mit einer "engen Partie" und hofft auf "einen positiven Ausgang für uns. Eine Niederlage wäre ganz schlecht. Wir wollen dranbleiben, unser Ziel ist es, zu gewinnen", sagte der Niederösterreicher. Der Vizemeister würde mit einem vollen Erfolg die Rieder in der Tabelle überholten und nach Punkten zu Sturm aufschließen. Die Steirer treten erst am Sonntag in Wien gegen Rapid an.

Die Gäste müssen im Innviertel weiterhin auf Jun (Bänderriss), der das Dienstag-Training wegen Schmerzen im Knöchel abbrach, und diesmal auch auf Margreitter (eitrige Angina) verzichten. Für Letzteren dürfte Ortlechner spielen. Daxbacher überlegt noch über ein, zwei Positionen und denkt darüber nach, ob er einen oder zwei "Sechser" aufbieten soll. Hlinka dürfte gesetzt sein, der defensive Mittelfeldspieler steht vor seinem 250. Liga-Einsatz (93 Rapid, 75 SW Bregenz, 68 Sturm Graz, 13 Austria).

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