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Nach schweren Spielen soll Normalität einkehren © APA (epa)

Wacker Innsbruck steht in der Fußball-Bundesliga auf dem Scheideweg. Nach sechs sieglosen Liga-Spielen in Serie wartet auf den

Wacker Innsbruck steht in der Fußball-Bundesliga auf dem Scheideweg. Nach sechs sieglosen Liga-Spielen in Serie wartet auf den sensationell gestarteten Aufsteiger am Samstag (16.00) das womöglich richtungsweisende Heimspiel gegen Mattersburg. "Wir müssen zielstrebiger werden gegenüber den letzten Spielen. Schnörkelloser und mit mehr Nachdruck nach vorne", forderte Wacker-Coach Walter Kogler.

Neben nur zwei Punkten in den jüngsten sechs Matches steht auch nun ein Tor durch Ernst Öbster beim 1:1 gegen Rapid zu Buche. "Wir müssen einfach unsere Chancen wieder in Tore ummünzen", erklärte der seit über einem Monat erfolglose Torjäger Marcel Schreter. Ob Mattersburg dabei der richtige Gegner ist, darüber scheiden sich die Geister. Die Burgenländer bewiesen zuletzt mit zwei Siegen in der Ferne in Ried und Linz ungewohnte Auswärtsstärke.

"Von der Papierform her sind wir sicher Favorit. Aber für uns gibt es keinen schwachen Gegner. Es wird kein Selbstläufer werden", sagte Kogler. Vier Zähler hinter Spitzenreiter Sturm Graz auf dem vierten Tabellenrang liegend, hat Wacker auch die Spitze noch nicht aus den Augen verloren. "Mit einem Sieg könnten wir die Burgenländer weit hinter uns lassen und uns vorne weiter festsetzen", meinte Kogler.

Verzichten müssen die auf eine volle Kulisse hoffenden Innsbrucker auf den gesperrten Alexander Hauser. Wieder im Kader stehen wird der Tscheche Martin Svejnoha, für den ein Einsatz von Beginn an aber noch zu früh kommt. Nicht mehr geplant wird hingegen mit Ex-Kapitän Andreas Schrott. Der langzeitverletzte Verteidiger, der von anhaltenden Hüftproblemen gebremst wurde, darf sich im Winter einen neuen Club suchen.

Mattersburg zeigte in den vergangenen Wochen eine unregelmäßige Leistungskurve. Einem 3:1 in Ried folgte eine Woche später ein 0:1 zu Hause gegen Kapfenberg. Trainer Franz Lederer forderte deshalb mehr Konstanz ein. "Das ist ein Problem, da muss man dagegensteuern", meinte der Burgenländer. "Wir müssen jedes Spiel so ernst nehmen, als ob es ein entscheidendes wäre." Er erwarte sich nach dem schwachen Auftritt gegen Kapfenberg eine Reaktion von jedem einzelnen seiner Akteure.

Keinen Wert legt der dienstälteste Coach der Liga auf die Statistik. Diese besagt, dass der aktuelle Tabellenneunte im bisher letzten Antreten am Tivoli am 20. April 2008 als 5:0-Sieger vom Platz ging. Für Wacker war der Abstieg aus dem Oberhaus nach dem Debakel endgültig besiegelt. Im ersten Saisonduell setzten sich die Tiroler im Burgenland hingegen in der 4. Runde 2:0 durch.

Nicht nur deshalb gab Lederer die Favoritenrolle natürlich gerne an den Gegner ab. "Die Fronten sind klar bezogen. Wacker ist heimstark, hat 21 Punkte gesammelt. Sicher sind sie jetzt ein wenig ins Stottern gekommen, aber trotzdem sind sie klarer Favorit."

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