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Zweite Strafe für den Coach © APA (Archiv/epa)

Der frühere portugiesische Fußball-Nationalcoach Carlos Queiroz hat eine neue Strafe erhalten. Der 57-jährige Trainer wurde

Der frühere portugiesische Fußball-Nationalcoach Carlos Queiroz hat eine neue Strafe erhalten. Der 57-jährige Trainer wurde vom Disziplinarrat des portugiesischen Fußball-Verbandes für drei Monate gesperrt und mit einer Geldstrafe von 1.250 Euro belegt, weil er den Vizepräsidenten Amandio de Carvalho vor seiner Entlassung als Trainer der "Seleccao" einer "Verschwörung" gegen ihn bezichtigt hatte.

Queiroz habe Carvalho bei seiner Kritik in die Nähe "der Mafia" gerückt, hieß es nun in Lissabon in der Urteilsbegründung der FPF. Er war bereits am 30. August von der portugiesischen Anti-Doping-Agentur für sechs Monate gesperrt worden, weil er im Trainingslager vor der WM in Südafrika eine Doping-Kontrolle behindert und die Kontrolleure dabei wüst beschimpft haben soll. Wenige Tage nach der Sperre wurde er vom FPF fristlos entlassen.

Die Sperre wurde unterdessen Ende September vom Internationalen Sportsgerichtshof (CAS) in Lausanne aufgehoben. Bei einem Berufungsverfahren vor dem CAS soll in dieser Sache noch vor Jahresende ein endgültiges Urteil gefällt werden. Queiroz behauptet, er habe im Trainingslager lediglich die Privatsphäre seiner Kicker schützen wollen.

Bei der WM war Queiroz mit den "Lusos" im Achtelfinale am späteren Weltmeister Spanien (0:1) gescheitert. Seine defensive Taktik wurde damals zu Hause von den Medien und Funktionären, aber auch von Nationalspielern heftig kritisiert.

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