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Elfmeter - Wetklo war besiegt, Mainz verlor 0:1 © APA (dpa)

Nach der dritten Pflichtspiel-Pleite in Serie erlebt der FSV Mainz in der deutschen Fußball-Bundesliga einen Durchhänger. Mit

Nach der dritten Pflichtspiel-Pleite in Serie erlebt der FSV Mainz in der deutschen Fußball-Bundesliga einen Durchhänger. Mit einem 0:1 gegen den SC Freiburg in einer schwachen Partie am Samstag verpasste das Überraschungsteam den Sprung an die Spitze. Während der Präsident der Mannschaft ins Gewissen redete, erwies sich Trainer Thomas Tuchel als schlechter Verlierer.

Tuchel machte den Schiedsrichter zum Sündenbock für die per Foulelfmeter durch Papiss Demba Cisse (64.) fixierte Niederlage. "Keiner wusste, warum es den gab. Es gibt in jedem Spiel vier, fünf solcher Szenen", haderte Tuchel mit dem spielentscheidenden Pfiff von WM-Referee Wolfgang Stark. Tuchels Vorgesetzter analysierte den anhaltenden Tiefflug der Himmelsstürmer etwas differenzierter. "Im Moment haben wir eine schlechte Phase. Der Mannschaft muss wieder bewusstwerden, dass der Weg zum Erfolg über unbändigen Einsatz und Spielfreude führt", sagte Präsident Harald Strutz.

Im Freiburg waren die Gäste in der Offensive harmlos geblieben - auch, weil die hochgelobten Jung-Stars Andre Schürrle und Lewis Holtby keine Akzente setzen konnten. Mittendrin war auch ÖFB-Teamverteidiger Christian Fuchs. Der Niederösterreicher setzte sich vornehmlich mit Freistößen in Szene. Fuchs sprach nach der Partie von einer "völlig unnötigen Niederlage". "Natürlich sind wir jetzt enttäuscht, wir hatten uns so viel vorgenommen", zog der Linksverteidiger, dessen Landsmann Andreas Ivanschitz erst nach dem Gegentor aufs Feld kam, Bilanz.

Nach dem Mainzer Erfolgslauf zu Beginn der Saison seien die Gegner nun gewarnt. "Die Gegner schätzen uns jetzt anders ein als früher. Dadurch wird es für uns insgesamt schwieriger, wir können kaum noch überraschen", meinte Fuchs. Trotzdem werde man zuversichtlich an die nächsten Aufgaben herangehen: "Wir stehen dennoch viel weiter vorne, als man uns zugetraut hat, wir werden weiterarbeiten und mit Sicherheit auch bald wieder gewinnen." Eine Meinung, die auch sein Präsident teilte.

"Wir dürfen jetzt nicht anfangen, zu zweifeln. Es gehört zu einer Saison, dass man solch eine Phase durchmacht. Die Mannschaft wird das richten, da habe ich ganz großes Vertrauen", sagte Strutz.

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