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Standpauke für Arnautovic und Co. in Bremen © APA (dpa)

Marko Arnautovic hat in den Reihen des deutschen Fußball-Bundesligisten Werder Bremen wieder einmal für Aufregung abseits des

Marko Arnautovic hat in den Reihen des deutschen Fußball-Bundesligisten Werder Bremen wieder einmal für Aufregung abseits des Rasens gesorgt. Der ÖFB-Stürmer fragte sich am Montag auf dem Werder-Gelände lautstark für alle hörbar und vor laufender TV-Kamera des Senders Sport 1: "Was ist das für ein Saftladen hier?" Die Kritik des Ösi wies Sportchef Klaus Allofs zurück.

Seinen Unmut äußerte Arnautovic, der schon vergangene Woche nach seiner Auswechslung beim 2:3 in Nürnberg mit dem Wegwerfen seines Trikots und verbaler Wut unangenehm aufgefallen war, auf dem Weg in die Kabine, nachdem die sportliche Führung den Kader vom Trainingsplatz kurzfristig zu einer 75-minütigen Standpauke nach dem 0:6-Debakel in Stuttgart vergattert hatte. Allofs dazu: "Dem kann ich natürlich nicht zustimmen. Es zeigt, wie man mit unbedachten Äußerungen Schaden anrichten kann." Eine Geldstrafe hat der Boss nicht angekündigt, dürfte aber wohl unausweichlich bleiben. Allofs nannte das Verhalten einzelner Personen als "sehr fehlerhaft".

Dass die vierte Niederlage innerhalb von nur 13 Tagen die Nerven aller Hanseaten gehörig strapaziert, ist nicht wegzudiskutieren. DFB-Teamspieler Per Mertesacker bezeichnete die höchste Auswärtsniederlage Werders in der Bundesliga seit 14. November 1981 als "Tiefpunkt in der Geschichte" des Vereins. Trainer Thomas Schaaf wirkt fast hilflos. "So etwas ist mir noch nicht passiert", sagte er über das größte Debakel seiner elfjährigen grünweißen Ära.

Allofs wirkt nach der neuerlichen Eskapade von Arnautovic im Allgemeinen genervt. "Machen wir es ruhig an der Person Marko Arnautovic fest. Er hat sich immer wieder mal nicht wie ein Profi verhalten," sagte der deutsche Ex-Teamstürmer. Am Sonntag hatte der Sportchef erstmals mögliche Verstärkungen nicht ausgeschlossen. "Wenn es bis zum Winter nicht entscheidend besser wird, muss man sich überlegen, an welchen Stellschrauben man drehen kann."

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