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Für die Austria zählt nur das Weiterkommen © APA (Archiv/Pfarrhofer)

Im Mittwoch-Schlager des ÖFB-Cup-Achtelfinales möchte Rekordsieger Austria Wien (27-mal/zuletzt 2009) zwei Fußball-Fliegen auf

Im Mittwoch-Schlager des ÖFB-Cup-Achtelfinales möchte Rekordsieger Austria Wien (27-mal/zuletzt 2009) zwei Fußball-Fliegen auf einen Streich erledigen. Zum einen will der Vizemeister an Wacker Innsbruck (20.30 Uhr) Revanche für die am 29. August erlittene 0:3-Heimschmach, die höchste Niederlage in der laufenden Saison, nehmen und zum anderen ins Viertelfinale des Cups aufsteigen.

"Am liebsten wäre mir, wir schicken die Tiroler diesmal mit einer Packung heim. Aber in erster Linie wollen wir natürlich weiterkommen", sagte der violette Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger, den das 1:2 zuletzt in Ried noch immer ein bisschen beschäftigt. "Wir haben den Sieg verschenkt, genug Chancen gehabt und auch gut gespielt. Nur müssen wir noch etwas abgezockter sein", meinte der Defensivmann.

Für seinen Trainer ist ein gute Leistung zu wenig. "Es zählt nur der Erfolg, im Cup noch mehr, weil man mit einer Niederlage weg ist", appelliert Karl Daxbacher, für den der Bewerb mindestens so viel Bedeutung besitzt wie die Liga. "Der Cup ist vielleicht nicht so attraktiv, aber von der Wertigkeit ist der Erfolg gleichbedeutend mit einem zweiten oder dritten Platz in der Meisterschaft." Mit Siegen in sechs Partien ist man im internationalen Geschäft.

Der Cup hat für Violetten große Bedeutung und Tradition. Der Abschied im Achtelfinale wie 2009/10 mit dem 0:1 in Linz gegen den LASK fiel aus dem Rahmen des Anspruchs. Davor hatte es vier Triumphe in Folge gegeben. Daxbacher warnte jedoch vor dem Gegner, Wacker sei eine ganz schwierige Aufgabe. "Die Tiroler haben es jedoch noch schwerer, weil sie bei uns antreten müssen", glaubt der Austria-Trainer an den Heimvorteil.

Der Tabellendritte aus dem Westen, der die ÖFB-Trophäe bisher siebenmal (zuletzt 1993) sein Eigen nannte, kommt mit breiter Brust zur viertplatzierten Austria, obwohl es in den jüngsten 18 Duellen nur zwei Siege (2-5-11) gab. "Wir gehen mit vollster Konzentration in dieses Spiel, werden uns nicht verstecken, sondern unsere Chance suchen und sie so gut wie möglich nützen", kündigte Wacker-Coach Walter Kogler an. Der Cup ist auch für den Kärntner ein Thema. "Man kann mit wenigen Spielen einen internationalen Startplatz erreichen."

Kogler reiste mit dem stärksten Aufgebot ins Horr-Stadion. Auch Alexander Hauser, der zuletzt beim 2:1 gegen SV Mattersburg gesperrt war, ist wieder dabei. "Das 3:0 war einmal, dennoch gibt uns dieses Ergebnis für das kommende Spiel enormes Selbstvertrauen", sagte der "Heimkehrer". Kogler, dessen Schützlinge in der vorigen Saison durch ein 0:1 daheim an Austria Lustenau im Achtelfinale scheiterten, kann seine Lieblingself aufbieten. Diese hat er in der Liga neunmal, darunter auch beim 3:0 gegen die Austria, beginnen lassen.

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