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Rapid gewann nur mit Mühe gegen Austria Amateure © APA (Oczeret)

Mit Rekordmeister Rapid, Titelverteidiger Sturm Graz und dem zweifachen Finalisten SV Mattersburg stehen am Mittwoch noch drei

Mit Rekordmeister Rapid, Titelverteidiger Sturm Graz und dem zweifachen Finalisten SV Mattersburg stehen am Mittwoch noch drei weitere Oberhaus-Vereine auf dem ÖFB-Cup-Prüfstand. Die Aufgaben des Trios im Achtelfinale sind auf dem Papier leichter zu lösen als die Hürde von Austria Wien und Wacker Innsbruck, die im direkten Duell aufeinandertreffen.

Die Rapidler haben im Pokal, den sie bisher 14-mal (zuletzt 1995) gewonnen haben und in dem sie 2005 zuletzt im Finale standen, Aufholbedarf. Der Zweitliga-Vorletzte TSV Hartberg, der im Gepäck mit drei Liga-Siegen in Serie anreist, aber auswärts erst einen Erfolg (1-2-6) feierte, kommt da als Gegner gerade recht. "Das 3:1 gegen Sturm Graz war für uns ein sehr wichtiger Sieg. Jetzt gilt es, die Leistung zu bestätigen", forderte Sportdirektor Alfred Hörtnagl.

Sie nehmen den Bewerb, den sie von Saisonbeginn an als ein erklärtes Ziel genannt haben, ernst. Im ersten Cup-Heimspiel seit 21. April 2005 (Viertelfinale 1:3 gegen den GAK) fallen Hofmann, Hinum und Vennegoor of Hesselink weiter aus. Torhüter Helge Payer ist wieder dabei, über sein Comeback wird Trainer Peter Pacult kurzfristig entscheiden. Die Hartberger müssen auf den gesperrten Thomas Hopfer verzichten.

Der SV Mattersburg muss sich in Linz gegen Blauweiß in Acht nehmen. Nicht, weil mit Peter Chrappan der Abwehrchef fehlt, sondern vielmehr weil die Gastgeber in Runde zwei mit Red Bull Salzburg daheim (3:1) sensationell den Meister aus dem Bewerb warfen. Auf eine ähnliche Leistung wie damals am 19. September hofft man in der OÖ-Landeshauptstadt auch diesmal. Trainer Adam Kensy bleibt Realist: "Die Chancen stehen 40:60. Wir müssen vor allem auf Bürger und Naumoski aufpassen."

"Wenn wir einen Supertag erwischen, haben wir eine Chance", glaubt BW-Manager Gerald Perzy an die Kensy-Elf, die sich im Cup schon zweimal (zuletzt 2008/09 mit 0:1) am SVM die Zähne ausgebissen hat. Der Tabellenzweite der Regionalliga Mitte ist im Vorjahr im Cup-Achtelfinale an Rapid (1:2/h) gescheitert. Die Burgenländer verabschiedeten sich gleich in der ersten Runde. Sie verloren in der Südstadt gegen die Admira Amateure 0:2. Für die Mannen von Franz Lederer ist Oberösterreich ein guter Boden, feierten sie doch dort ihre bisher einzigen Liga-Auswärtssiege gegen den LASK (1:0) und SV Ried (3:1).

Nicht zu unterschätzen darf Sturm Graz Vorwärts Steyr. Der aktuelle Spitzenreiter der OÖ-Landesliga (eine Niederlage in zwölf Spielen) hat heuer mit SKN St. Pölten (1:0/h) und WAC/St. Andrä (3:2/h) schon zwei Zweitligisten auf seiner Cup-Abschussliste. Wie der Cupholder zu packen ist, hat Trainer Edi Glieder am Sonntag beim 1:3 der Steirer im Hanappi-Stadion live gesehen. "Leider sind wir nicht Rapid, sondern Vorwärts Steyr", sagte der Ex-Torjäger.

Der vierfache Cup-Gewinner hat am Sonntag die erste Auswärtsniederlage in der Liga kassiert, Vorwärts am Wochenende den ersten Nuller (0:1 in Gmunden) in der OÖ-Landesliga hinnehmen müssen. Dennoch ist ihnen der "zwölfte Mann" im Cup sicher. Es wurden bis Montag schon über 4.500 Karten verkauft. Die Steyrer rechnen mit einer ähnlichen Kulisse wie im Vorjahr, als 7.000 Besucher zum 1:7 gegen Red Bull Salzburg in der ersten Runde gekommen waren.

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