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Der neue Mann auf der Linzer Kommandobrücke © APA (Pfarrhofer)

Wenn am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) der Tabellendritte, Wacker Innsbruck, in der 15. Runde der Fußball-Bundesliga bei

Wenn am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) der Tabellendritte, Wacker Innsbruck, in der 15. Runde der Fußball-Bundesliga bei Schlusslicht LASK antritt, ist eines garantiert: "Abstiegskampf pur", versprach Georg Zellhofer, der neue Mann auf der Linzer Kommandobrücke. Mit Kämpfer-Tugenden will er der LASK-Truppe neues Leben einhauchen und den drohenden Klassenverlust abwenden.

Nach zuletzt drei Bundesliga-Schlappen in Serie (Torverhältnis 2:11) und der Cup-Niederlage vom Mittwoch droht dem LASK weiteres Ungemach. Die Tiroler sind zwar von der Tabellenspitze gerutscht, aber nach wie vor eine harte Nuss - gerade für die Oberösterreicher. "Innsbruck ist der schwierigste Gegner. Sie spielen mit sehr gutem Pressing, sehr viel Laufarbeit und sind top-organisiert", befand Zellhofer. "Da brauchst du nicht glauben, du kannst spielerisch dagegenhalten."

Um die erste Heimniederlage der Linzer gegen Innsbruck seit 12. Mai 2001 zu verhindern, will Zellhofer sein Team an die Grenzen treiben. "Gut zureden ist zu wenig. Die Mannschaft muss ein Zeichen setzen, Laufbereitschaft zeigen, ordentlich in die Zweikämpfe gehen", sagte der 50-Jährige. Bezüglich des Zustands der Mannschaft gibt er sich keinen Illusionen hin. "Da sind einige extreme Sachen drin, sind so gravierende individuelle Fehler passiert, die kann man jetzt im Training nicht schnell abstellen", meinte Zellhofer, und hofft: "Wir dürfen die Schlagdistanz bis in den Winter nicht verlieren. Vielleicht verbessern sich einige bis dahin." Ansonsten müsse man natürlich auch an Verstärkungen denken.

Trotz seines Rufs als akribischer Arbeiter will er im ersten Moment nicht den Fein-Taktiker spielen. "Wenn ich mich jetzt auf den Platz stelle und das Verschieben der Viererkette trainiere, dann ist die Meisterschaft um, die Zeit haben wir nicht." Die Herausforderung sei enorm: "Wir müssen es einfacher gestalten und trotzdem organisiert sein." Schließlich "haben sie nach jedem Fehler sofort ein Tor kassiert".

Dass die Linzer nun auf einen neuen Trainer setzen, findet bei Innsbruck-Coach Walter Kogler wenig Freude. "Das macht die Aufgabe nicht gerade leichter", merkte der Kärntner an, der mit seiner Truppe nach dem bitteren Cup-Aus am Mittwoch bei der Wiener Austria eine Übernachtung in der Bundeshauptstadt einplante, um die Kräfte zu schonen. "Wir haben lange Zeit mitgehalten, in der Meisterschaft wären wir mit dem 1:1 nach regulärer Spielzeit zufrieden gewesen. Aber wir haben das Cup-Aus verdaut", sagte Kogler. Dass bei den Linzern etwas zu holen ist, daran zweifelt er jedenfalls nicht: "Trainerwechsel hin oder her. Wir konzentrieren uns auf unser Spiel. Und wenn wir konsequent auftreten, dann können wir sicher etwas mitnehmen."

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