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Der Schlager steigt in Liebenau © APA

Der Schlager der 15. Runde der Fußball-Bundesliga steigt in Graz. Der Tabellenzweite Sturm empfängt am Sonntag (16.00/live ORF1

Der Schlager der 15. Runde der Fußball-Bundesliga steigt in Graz. Der Tabellenzweite Sturm empfängt am Sonntag (16.00/live ORF1 und Sky) Meister Salzburg, dem bei einer Niederlage die Kontrolle über die Titelverteidigung zu entgleiten droht. Für die beiden Teams ist es das erste von zwei Duellen innerhalb von nur zehn Tagen, steht am 24. November doch das Nachtragsspiel der 5. Runde an.

Mit Salzburg kommt freilich der Angstgegner der "Blackies" nach Liebenau. Erst drei Siege konnten die Grazer in der Red-Bull-Ära feiern, alle drei auf heimischem Boden. Der letzte Dreipunkter datiert vom 21. Mai 2009, in der Vorsaison musste man sich mit einem Punkt aus vier Duellen bescheiden. Mit 27 erzielten Toren ist Sturm derzeit die Nummer eins in der Bundesliga, allerdings sollten die Chancen besser genutzt werden als beim Cup-Krimi in Steyr am Mittwoch (1:0 nach Verlängerung). Alleine Roman Kienast, Führender der Torschützenliste, vergab mehrere gute Möglichkeiten. "Wenn man so viele Topchancen wie wir vergibt, darf man sich nicht wundern, wenn man am Ende als Verlierer vom Platz geht", sagte Sturmtrainer Franco Foda.

Salzburg-Coach Huub Stevens steht mit seinem Edelkader - dem allerdings Dusan Svento wegen einer Muskelverletzung fehlt - gehörig unter Druck. "In Ried, Innsbruck und Turin haben wir gute Auswärtsleistungen gezeigt, aber in Wiener Neustadt war nicht viel davon zu sehen", sagte er in Erinnerung an die 0:1-Niederlage in Niederösterreich am vergangenen Sonntag.

Auffällig bleibt nach wie vor die Offensivflaute, die den "Bullen" bisher nicht mehr als 14 Treffer erlaubte - Sturm hat bereits fast doppelt so viele auf dem Konto. "Wir konnten heuer einen Rückstand nie aufholen, und das ist auch mit Schuld an unserer Situation", befand Stevens.

Das Stottern des Motors führt Stevens, der vor seinem 50. Bundesligaspiel steht (Bilanz bisher: 27-14-8), nicht zuletzt auf die Psyche der Spieler zurück. "Momentan spielt sich alles im Kopf ab", sagte der Niederländer. Die leicht ansteigende Formkurve nach dem ersten Meisterschaftsdrittel hätte dabei auch eine negative Auswirkung gehabt: "Unterbewusst ist man da vielleicht ein bisschen nachlässig geworden und hat gedacht, es läuft schon wieder."

Während die beiden ÖFB-Teamspieler Roman Wallner und Jakob Jantscher fraglich sind, dürfte auf der linken Defensivseite nach langer Absenz Andreas Ulmer zumindest wieder im Kader stehen. Der 25-Jährige hatte sich Anfang August beim Aufwärmen in der Europa League einen Abriss des linken Adduktorenmuskels zugezogen und könnte nun früher als ursprünglich erwartet ein Comeback feiern.

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