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Leistungsgerechtes Unentschieden © APA (rubra)

Der oberösterreichische Fußball-Bundesligist LASK hat am Samstagabend im ersten Spiel unter Neo-Coach Georg Zellhofer zumindest

Der oberösterreichische Fußball-Bundesligist LASK hat am Samstagabend im ersten Spiel unter Neo-Coach Georg Zellhofer zumindest einen Teilerfolg gehabt. Das Tabellenschlusslicht trennte sich im Linzer Stadion vor 5.800 Zuschauern im Duell zweier Cup-Achtelfinal-Verlierer vom FC Wacker Innsbruck mit einem torlosen Remis.

Die Situation im Abstiegskampf verbesserte sich allerdings für Alexander Zickler und Co. (9 Punkte) nicht, da der Vorletzte Mattersburg (11) in der 15. Runde gegen Rapid zu einem 2:2-Remis kam. Die Linzer beendeten damit aber immerhin ihre Negativserie von zuletzt drei Niederlagen in Serie und verhinderten den ersten vollen Erfolg der Tiroler in Linz seit dem 12. Mai 2001. Die Tiroler konnten ihre Feldüberlegenheit nicht in Tore ummünzen und fielen in der Tabelle hinter die Austria auf Rang vier zurück.

Die Linzer hatten vor der Partie auf den berühmten "Trainereffekt" gehofft und starteten mit Zickler als Solospitze auch wie aus der Pistole geschossen. Der zum ersten Mal ins ÖFB-Team einberufene Innsbruck-Goalie Pascal Grünwald parierte einen gut angetragenen Sobkova-Freistoß zur Ecke (5.) und war auch bei einem Zickler-Kopfball auf dem Posten (9.). Ein Schuss des deutschen Stürmer-Routiniers wurde in den Corner abgefälscht (7.).

Trotz des starken Beginns taten die LASK-Anhänger ihren Unmut kund, fast die ganze Partie lang waren "Reichel Raus"-Rufe zu hören bzw. -Transparente zu sehen. Die eigene Mannschaft unterstützten die Anhänger hingegen nur sporadisch.

Die Innsbrucker fanden nach einem schwachen Beginn erst nach zehn Minuten ins Spiel und kontrollierten in der Folge die Partie, ohne selbst viele spielerische Glanzpunkte zu setzen. Einzige Ausnahme war ein Lattenschuss des aufgerückten Bea nach einem Öbster-Eckball und einer Harding-Kopfball-Weiterleitung (10.). Sonst kam die Truppe von Coach Walter Kogler nur zu Halbchancen: ein Prokopic-Freistoß ging drüber (12.), ein Burgic-Kopfball daneben (34.), zudem wehrte LASK-Goalie Mandl einen Prokopic-Schuss zur Ecke ab (38.).

Aufseiten der Linzer hatte der nach langer Zeit wieder einmal von Beginn an aufgebotene Kaufmann nur knapp das Tor verfehlt, Krammer war zudem am Ball vorbeigerutscht (36.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Der Aufsteiger übernahm aber mehr und mehr das Kommando, und je länger die Partie dauerte, umso mehr Nachlässigkeiten leisteten sich die Linzer in der Defensive. Nur zweimal kamen die Innsbrucker einem Tor aber sehr nahe. Der einmal mehr glücklose Burgic schoss nach einer schönen Vorarbeit von Prokopic aus 13 Metern Piermayr an, Mandl wäre geschlagen gewesen (53.).

Zudem setzte der aufgerückte Pichler einen Kopfball nach einer Prokopic-Ecke etwas stümperhaft neben das Tor (75.). In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend, die Goalies verhinderten aber einen vollen Erfolg. Grünwald machte einen Schellander-Gewalt-Freistoß mit einer tollen Parade zunichte (89.), auf der anderen Seite behielt Mandl bei einem Kopfball von Perstaller die Oberhand (93.). Die Tiroler sind damit in der laufenden Saison gegen die Linzer noch ungeschlagen, das Heimspiel hatten sie am 21. August mit 2:0 für sich entschieden.

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