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Noch keine Titelträume ein Ried © APA (rubra)

Der Höhenflug der SV Ried in der Fußball-Bundesliga hält weiter an. Die Innviertler behaupteten am Samstag mit einem

Der Höhenflug der SV Ried in der Fußball-Bundesliga hält weiter an. Die Innviertler behaupteten am Samstag mit einem 2:0-Heimsieg über Wiener Neustadt auch nach der 15. Runde die Tabellenspitze, verzichten aber nach wie vor auf großspurige Jubelmeldungen. "Wir werden am Boden bleiben und hart weiterarbeiten", versprach Club-Präsident Johann Willminger.

Titelträumen will sich der Vereinschef nicht hingeben. "Über den Meistertitel will ich erst gar nicht reden. Alle im Verein wissen, dass das nicht realistisch ist." Ähnlich äußerte sich Trainer Paul Gludovatz. "Es ist nicht realistisch, dass Ried Meister wird. Wir können wahrscheinlich weniger zusetzen als manch anderer Mitbewerber", befürchtete der Burgenländer.

Den Sieg gegen Wr. Neustadt hatten die Rieder schon nach wenigen Minuten durch Treffer von Schrammel (4.) und Guillem (9.) praktisch in der Tasche. "Es war notwendig, dass wir optimal gestartet sind, sonst wäre es schwierig geworden", meinte Gludovatz und sprach nach dem zehnten Liga-Sieg - dem dritten in Folge - von einem "frühzeitigen Weihnachtsgeschenk" und "Emotion pur".

Im Lager der Niederösterreicher haderte man mit dem ungünstigen Spielverlauf. "Klar, dass der Gegner, der ohnehin voller Selbstvertrauen ist, nach zwei schnellen Toren eine noch breitere Brust bekommt", sagte Trainer Peter Schöttel. Sein Goalgetter Hannes Aigner nannte auch die unkonventionelle 3-3-3-1-Aufstellung der Rieder als Mitgrund für die Niederlage. "Mit diesem komischen System tun sich viele schwer."

Keine taktischen Winkelzüge benötigte Georg Zellhofer, um bei seinem Debüt als LASK-Trainer ein 0:0 in Linz gegen Wacker Innsbruck zu ergattern. Der Oberösterreicher verzichtete auf allzu große Veränderungen innerhalb der Linzer Mannschaft, die sich gegen den Aufsteiger in besserer Verfassung als in den vergangenen Wochen präsentierte. "Mit dem Punkt bin ich sehr zufrieden", betonte der frühere Rapid- und Austria-Trainer.

Für Zellhofer spielte sein Stürmer Alexander Zickler eine starke Partie. "Mit ihm hat der LASK einen echten Neuzugang bekommen. Er hat extrem viel gearbeitet, die Innsbrucker Abwehr beschäftigt und sich viele Chancen erarbeitet, und das gegen so hochkarätige Innenverteidiger wie Bea und Pichler."

So wie Zellhofer konnte auch Wacker-Trainer Walter Kogler mit dem Unentschieden gut leben. "Auswärts ein Punkt ist für uns nicht schlecht", erklärte der Ex-Teamspieler, dessen Truppe in den jüngsten acht Runden nur einen Sieg holte. Die durchwachsene Leistung seiner Mannschaft vor allem in der ersten Hälfte begründete Kogler mit der Cup-Auswärtsniederlage nach Verlängerung gegen die Austria am Mittwoch. "Wir haben 30 Minuten gebraucht, um in Tritt zu kommen, weil wir noch die Müdigkeit vom Austria-Match gespürt haben."

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