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Herbst muss 1 Monat auf das nächste Rennen warten © APA (epa)

Dass sie in Levi ausgerechnet auf dem Kurs ihres Slalomtrainers Christian Höflehner einen "Selbstfaller" hingelegt haben, tut

Dass sie in Levi ausgerechnet auf dem Kurs ihres Slalomtrainers Christian Höflehner einen "Selbstfaller" hingelegt haben, tut Österreichs Slalomherren empfindlich weh. Spezialisten wie Reinfried Herbst oder "Retter" Manfred Pranger müssen jetzt einen ganzen Monat warten, ehe sie am 12. Dezember in Val d'Isere zur "Wiedergutmachung" antreten können.

Das schnelle Dreifach-Out für die Asse Herbst, Marcel Hirscher und Benjamin Raich schon im oberen Flachteil tat allen im Team weh. "Du weißt am Saisonbeginn nicht, wo du stehst und ob du voll angasen musst, um vorne mit dabei zu sein. Oder ob 95 Prozent für eine Top-Platzierung reichen", erklärte Hirscher die bedingungslose Angriffslust der ÖSV-Fahrer. "Schade, dass es gleich so viele von uns erwischt hat. Das wirft kein gutes Licht auf uns. Ich weiß aber vom Training, das sich keiner von uns verstecken muss", so der Salzburger.

Hirscher darf schon bald wieder in Beaver Creek an den Riesentorlauf-Start, Slalom-Spezialist Herbst muss sich hingegen bis Mitte Dezember mit FIS-Rennen übers Wasser halten. "Natürlich erzeugt das einen Druck, wenn deine sportliche Existenz und dein Verdienst von zehn Tagen im Jahr abhängen. Aber die Guten stecken das weg", war Höflehner vom Nervenkostüm seiner Stars überzeugt.

Cheftrainer Mathias Berthold litt in Finnland mit seiner ganzen Mannschaft. "Das ist bitter für die Burschen, weil sie wirklich gut drauf sind", sagte der Giger-Nachfolger, der viel frischen Schwung mitgebracht hat. "Es ist eine geile Mannschaft. Sie wird schnell wieder da sein, wo sie hingehört", ist Berthold überzeugt. Dass auch für ihn persönlich sein erstes volles Rennen als ÖSV-Herrenchef daneben gegangen ist, war dem 45-jährigen Ex-Rennläufer aus Gargellen egal. "Das berührt mich überhaupt nicht. Es geht ja nicht um mich."

Hochstimmung herrscht bei den ÖSV-Damen, nachdem Schild in Levi bei ihrem bisher knappsten Slalomsieg Maria Riesch noch um 3/100 abgefangen und damit ausgerechnet im "Wohnzimmer" der Deutschen triumphiert hatte. Die Salzburgerin gibt womöglich schon ihr Aspen ihr Comeback auch im Riesentorlauf und Nicole Hosp gelang mit Platz fünf in Levi eine Traum-Rückkehr nach einjähriger Verletzungspause.

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