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Kapitän Janko schmorte Stunde auf Ersatzbank © APA (Fohringer)

Die Kapitänsfrage hält Dietmar Constantini für stark überbewertet. Das hat Österreichs Fußball-Teamchef auch am Mittwoch im

Die Kapitänsfrage hält Dietmar Constantini für stark überbewertet. Das hat Österreichs Fußball-Teamchef auch am Mittwoch im letzten Länderspiel des Jahres in Wien gegen Griechenland (1:2) demonstriert. Für Standard-Kapitän Marc Janko war im 4-2-3-1-System der Startelf kein Platz. Für ihn trug Christian Fuchs die Kapitänsbinde und Stefan Maierhofer war bis zur 58. Minute als Solospitze im Einsatz.

Während Maierhofer ein reguläres Kopfball-Tor aberkannt wurde, kam Janko erst nach knapp einer Stunde ins Spiel und blieb farblos und ohne nennenswerte Aktion. Maierhofer versuchte von Anpfiff weg mit den für ihn typischen Tugenden zu punkten: Einsatz, Laufarbeit, Kopfballstärke und körperliche Präsenz. Ähnlich also wie beim 4:4 in der EM-Qualifikation in Belgien, bei dem er sich ins Herz des Teamchefs gerackert hatte.

Der Auftakt verlief für den 2,02-Meter-Riesen vom deutschen Zweitligisten MSV Duisburg sehr vielversprechend. Bereits nach 23 Sekunden holte Maierhofer einen Freistoß aus gefährlicher Distanz heraus. Nach 191 Sekunden wurde Maierhofer im Strafraum von Sokratis Papastathoupolos zu Boden gedrückt - Elfmeter für Österreich.

Nach dem Fehlschuss von Florian Klein flachte die Partie ab, auch Maierhofer hing als Solospitze in der Luft. Dass Österreich in den Minuten vor der Pause wieder gefährlicher wurde, hatte man vor allem Maierhofer zu verdanken.

Nach Flanke von Fuchs gewann Maierhofer (eher regelkonform) das Duell mit Griechen-Goalie Alexandros Tzorvas, der Kopfball-Treffer aus sechs Metern wurde jedoch vom Schweizer Referee Sascha Kever aberkannt (36.). "Das war ein reguläres Tor. Der Tormann war außerhalb des Fünfers, ich bin einfach höher als Tzorvas gesprungen", meinte Maierhofer verärgert. Eine Minute später verfehlte ein Flachschuss des Deutschland-Legionärs nur knapp das rechte Eck (37.).

Auch nach dem Wechsel hielt Constantini zunächst an Maierhofer als Ein-Mann-Spitze fest. Nach dem 0:1 durch Georgios Samaras (49.) reagierte Constantini und brachte Janko für Veli Kavlak ins Spiel (58.). Nach dem Ausgleich durch Fuchs (67.) beendete Constantini das Experiment mit den zwei "Langen" und wechselte für Maierhofer Roland Linz ein (69.). Doch auch Linz blieb blass und konnte die 1:2-Niederlage nicht verhindern.

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