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Maierhofer wurde ein reguläres Tor aberkannt © APA (Archiv/Hochmuth)

Österreichs Fußball-Nationalteam hat nach dem 1:2 im Testspiel gegen Griechenland einem erfolgreichen Jahresabschluss

Österreichs Fußball-Nationalteam hat nach dem 1:2 im Testspiel gegen Griechenland einem erfolgreichen Jahresabschluss nachgetrauert. Obwohl die ÖFB-Auswahl in Wien über weite Strecken die aktivere Mannschaft mit den besseren Chancen war, setzte es eine nach Meinung der Spieler unverdiente Niederlage, die schon in der 5. Minute ihren Ausgang nahm, als Florian Klein einen Strafstoß vergab.

Eigentlich wäre Stefan Maierhofer, der den Elfer herausholte, auf einer Liste von vier Kickern als erster Schütze vorgesehen gewesen. "Flo war da nicht dabei, aber er hat sich gut gefühlt, also hat er geschossen. Schade, er hätte sich ein schönes Geschenk und der Mannschaft einen großen Gefallen getan", sagte Maierhofer über den Austrianer, der am Spieltag seinen 24. Geburtstag feierte.

Klein meinte selbst dazu: "Ich habe nicht geschossen, weil ich Geburtstag hatte. Das ist bitter für uns alle, das war sicher spielentscheidend." Weit mehr als der vergebene Elfer störte Duisburg-Legionär Maierhofer sein aberkannter Kopfball-Treffer. "Ich hatte die Arme angelegt. Ich bin eben 2,02 Meter groß und habe Sprungkraft, der Tormann ist einfach zu spät gekommen", ärgerte sich der Niederösterreicher. "Mir ist ein Tor gestohlen worden."

Abgesehen vom Ergebnis zog Maierhofer ein positives Resümee. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und vor allem in der ersten Hälfte viele Chancen vorgefunden und keine zugelassen. Wir waren sehr lauffreudig und ballsicher. Der 28-Jährige hatte von Teamchef Dietmar Constantini den Vorzug gegenüber Kapitän Marc Janko als Solo-Spitze bekommen. "Es macht mich stolz, dass der Trainer auf mich vertraut", sagte Maierhofer.

Dieses Vertrauen glaubte der Duisburg-Legionär gerechtfertigt zu haben. "Die erste Hälfte war ganz ordentlich, ich hatte vielleicht zwei Ballfehler. In der zweite Hälfte war ich ein bisschen zu locker, aber das weiß ich auch. Es war von mir ein ordentliches Spiel, ich kann mit mir zufrieden sein", bilanzierte Maierhofer.

Dessen Job als Torschütze erledigte diesmal Christian Fuchs, der seinen ersten Länderspiel-Treffer im 36. Match bejubelte. "Ich wollte endlich den Fluch bezwingen. Als der Ball drinnen war, habe ich mir die Seele aus dem Leib geschrien, weil es wirklich schon Zeit war. Ich hatte das immer im Hinterkopf, auch den verschossenen Elfmeter", erklärte der "Ersatzkapitän", der beim 0:1 gegen die Schweiz im August einen Strafstoß vergeben hatte.

Trotz der Niederlage sah Fuchs den Auftritt des ÖFB-Team als gelungen an. "Wir haben richtig guten Fußball gespielt und gute Offensivaktionen gehabt. Auch wenn wir zwei Gegentore bekommen haben, sind wir hinten gut gestanden. Die Griechen haben aus drei Möglichkeiten zwei Tore gemacht, wir aus zehn Großchancen nur ein Tor", analysierte der Mainz-Legionär.

An einem Gegentreffer war Sebastian Prödl nicht ganz schuldlos. "Vor dem 1:2 habe ich den Zweikampf im Mittelfeld verloren", gab der Steirer zu. Wie seine Kollegen sprach auch der Innenverteidiger von einem ungünstigen Spielverlauf. "Heute war der Leitsatz: Es sollte nicht sein. Wir haben alles versucht, gut nach vorne gespielt und viele Chancen herausgearbeitet. Wir hätten den Sieg verdient gehabt."

Etwas kritischer äußerte sich Goalie Jürgen Macho. "Es ist eine positive Entwicklung feststellbar. Wir haben sicher einen Schritt nach vorne gemacht, aber solche Spiele darf man nicht verlieren, denn dieses Spiel war eigentlich nicht zu verlieren", betonte der Griechenland-Legionär.

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