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Statistik spricht gegen Burgenländer © APA (Archiv/Pfarrhofer)

Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat am Samstag im Heimspiel gegen Mattersburg drei Punkte fix eingeplant. Der Titelverteidiger

Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat am Samstag im Heimspiel gegen Mattersburg drei Punkte fix eingeplant. Der Titelverteidiger benötigt nach drei sieglosen Spielen in der 16. Runde gegen den Vorletzten auch unbedingt einen vollen Erfolg, um den Anschluss in der Tabelle nicht zu verlieren. "Nach den beiden sieglosen Heimspielen wollen und müssen wir gewinnen", betonte Salzburg-Coach Huub Stevens.

Die Statistik spricht ganz klar für die Gastgeber. Die vergangenen fünf direkten Duelle in der Red-Bull-Arena wurden allesamt gewonnen - mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 16:0. "Die Mattersburger haben mit dem Auswärtssieg in Ried und dem 2:2 gegen Rapid bewiesen, dass sie ein mehr als ernstzunehmender Gegner sind", stellte Stevens aber klar.

Unterschätzt wird im Lager der Salzburger kein Gegner mehr. Vor allem gegen die drei bisher schwächsten Ligateams - LASK, Mattersburg und Kapfenberg - holten Franz Schiemer und Co. aus bisher vier Spielen erst zwei Punkte. "Dafür gibt es mehrere Gründe. Diese Gegner geben 100 Prozent und mehr, daher bekommen wir wenig Raum. Deshalb verlange ich mehr Laufbereitschaft und Engagement", sagte Stevens.

Genau diese in den Duellen mit den Underdogs liegengelassenen zehn Punkte fehlen derzeit auf Tabellenführer Ried. Die Oberösterreicher stehen für Stevens zurecht ganz oben. "Die Rieder sind für mich wie Rapid, Austria und Sturm Graz ein Titelkandidat. Sie stehen nicht umsonst vorne", meinte der niederländische Salzburg-Coach.

Seine eigene Mannschaft blieb mit nur fünf Siegen aus 14 Spielen und zuletzt 258 Meisterschaftsminuten ohne Torerfolg bisher deutlich hinter den Erwartungen zurück. "Ich wäre lieber vorne mit dabei und bin mit der Situation überhaupt nicht zufrieden", erklärte Stevens. Mit dem vorhandenen Druck könne er allerdings gut leben. "Ich lege mir selber immer Druck auf und kann deshalb mit dem Druck von außen und intern sehr gut umgehen", sagte der Salzburg-Trainer.

Die "Bullen" stehen vor zwei intensiven und richtungsweisenden Wochen, in denen es nach dem Mittwoch-Nachtragsspiel zu Hause gegen Sturm Graz, auch gegen den LASK (27. November/auswärts) und die Wiener Austria (4. Dezember/heim) geht.

Schon am Samstag zu seinem Comeback könnte Andreas Ulmer kommen. Der linke Außenverteidiger hatte sich am 4. August beim Aufwärmen für das Drittrunden-Rückspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Omonia Nikosia einen Abriss des linken Adduktorenmuskels zugezogen. "Er macht einen sehr guten Eindruck", sagte Stevens, der überlegte, den ÖFB-Teamspieler von Beginn an einzusetzen. Dusan Svento sei demgegenüber erst in ein, zwei Wochen wieder ein Thema.

Die Burgenländer hoffen nach dem Aufstieg ins ÖFB-Cup-Viertelfinale sowie dem 2:2-Remis gegen Rapid auch in Salzburg ungeschlagen zu bleiben. "Von der Papierform wären alles andere als drei Punkte für Salzburg eine große Überraschung, aber das sind die Spiele, die uns momentan mehr liegen", sagte Mattersburg-Trainer Franz Lederer.

Hoffnung gibt seiner seit drei Runden sieglosen Elf, die zuletzt Rapid an den Rande einer Niederlage gebracht hatte, das bisher einzige Saisonduell. Am 28. August hatten die Burgenländer nach hartem Kampf im Pappelstadion dank eines Freistoßtreffers von Manuel Seidl in der achten Minute 1:0 gewonnen, zum ersten Mal im direkten Duell nach zuvor acht Niederlagen in Folge.

Bei den Gästen absolviert der nach seiner Gelbsperre wieder zur Verfügung stehende 30-jährige Kapitän Michael Mörz sein 250. Bundesligaspiel. Dafür fallen die gesperrten Alexander Pöllhuber und Patrick Bürger aus. Vor allem der Ausfall des Topstürmers wiegt schwer. "Er hat acht Tore geschossen, es ist für jede Truppe schwer, so einen Spieler zu ersetzen", meinte Lederer.

Trotzdem deutet vieles daraufhin, dass sich die Burgenländer im EM-Stadion Wals-Siezenheim nicht verstecken und daher mit zwei Spitzen agieren werden. "Im 4-4-2-System haben wir zuletzt auswärts gut ausgeschaut, von dem her ist es sicher eine Überlegung", ließ sich der SVM-Trainer nicht in die Karten blicken.

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