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In Linz gab es einen Sieg derAthletiker © APA (Archiv/Rubra)

Gegen Tabellenschlusslicht LASK will Rapid am Samstag wieder in die Erfolgsspur zurückfinden, denn die Wiener entsprechen als

Gegen Tabellenschlusslicht LASK will Rapid am Samstag wieder in die Erfolgsspur zurückfinden, denn die Wiener entsprechen als Siebenter derzeit kaum ihren eigenen Erwartungen. Rapid-Coach Peter Pacult, der mit seiner Mannschaft zwar seit sieben Spielen ungeschlagen ist, zugleich aber nur zwei Siege feiern konnte, gab sich gelassen: "Rapid ist Rapid."

Pacult sprach damit nicht zuletzt die Unterstützung durch die Fans an, die auch in heiklen Phasen hinter ihrem Verein stehen. "Das ist auch das Schöne, wenn man bei diesem Verein arbeitet." Heikel ist die Lage vor dem Duell mit dem LASK freilich allemal. Denn noch ist der Rückstand auf den Zweitplatzierten Sturm Graz mit sechs Punkten überblickbar. Eine Pleite, aber auch ein Punktverlust gegen die angezählten Linzer wäre allerdings doppelt bitter. "Rapid ist in der Lage, jeden zu schlagen", meinte Pacult lapidar.

Kapitän und Mannschaftshirn Steffen Hofmann muss man weiter vorgeben, auch Thomas Hinum und der Niederländer Jan Vennegoor of Hesselink fehlen noch immer. Letzterer schien noch zu Wochenbeginn vor dem Comeback zu stehen, musste wegen seiner alten Verletzung aber wieder w.o. geben. Umso mehr fordert Pacult von anderen Schlüsselspielern Leistung ein. Wie von Zweier-Kapitän Markus Heikkinen, der mit seiner Reise zum finnischen Nationalteam für Unverständnis sorgte.

"Ich verstehe nicht, warum er das macht", sagte Pacult. "Vorher war er nicht ganz fit, hat in Mattersburg nicht gut gespielt, und dann fährt er zum Team. Das geht jetzt schon länger so, und ich muss mich dann rechtfertigen, warum manche schlecht spielen", betonte Pacult. "Er bringt derzeit nicht die Leistung, die er schon einmal gebracht hat."

Indes machte sich Abwehr-Chef Ragnvald Soma Sorgen um die Defensive. "Das ist im Moment unser größtes Problem. Die Gegner brauchen nur eine oder zwei Chancen und schießen dann ein Tor", sagte Soma und forderte mehr Konsequenz. "Wenn man eng steht, hat man die Möglichkeit, zu reparieren." Im Vergleich zum erfolgreichen Herbst des Vorjahres fehlt dem Norweger auch die gute Stimmung. "Wir sind noch nicht im Fluss. Wir müssen wieder zurück zu dem Moment, an dem jeder den Ball will, jeder spielen will. Das vermisse ich derzeit ein bisschen."

Welche Rolle der LASK im Hanappi-Stadion spielen wird, ist derzeit nicht ganz abzusehen. Unter Neo-Trainer Georg Zellhofer scheinen die Oberösterreicher wieder etwas Tritt gefasst zu haben, das 0:0 gegen Wacker Innsbruck war nach drei Schlappen en suite fast wie ein Sieg. "Die Leistung beim Remis gegen Innsbruck war in Ordnung. Darauf können wir aufbauen, und wir gehen auf jeden Fall positiv ins Spiel", sagte Zellhofer, der zwischen Jänner und August 2006 ein Kurzgastspiel als Rapid-Coach gab.

Dass der Rapid-Motor derzeit etwas ins Stottern gekommen ist, sieht Zellhofer nicht. "Rapid nicht in Form? Diese ,Krise' hätte ich gerne", sagte der 50-Jährige. Er muss neben den Langzeitverletzten Lukas Kragl, Emin Sulimani und Florian Metz auch den gesperrten Kapitän Rene Aufhauser vorgeben. "Das passt einfach zu unserer derzeitigen Situation", betonte Zellhofer, der aber optimistisch war. "Es ist für jeden super, dort zu spielen, das müsste jeden motivieren. Rapid muss das Spiel machen, wir können kontern. Wir fahren mit einem Punkt nach Wien und den wollen wir festhalten."

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