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Beide Mannschaften zeigen Respekt voreinander © APA (Fohringer)

Wacker Innsbruck hat aus den jüngsten acht Liga-Spielen mit dem 2:1 am 6. November in Mattersburg nur einen einzigen Sieg

Wacker Innsbruck hat aus den jüngsten acht Liga-Spielen mit dem 2:1 am 6. November in Mattersburg nur einen einzigen Sieg (1-3-4) geholt und dabei mickrige drei Tore erzielt. Am Sonntag, wenn der Tivoli zum achten Mal in Serie mit über 10.000 Zuschauern "brennen" wird, will der heimstarke Aufsteiger zum Abschluss der 16. Fußball-Bundesliga-Runde im Schlager gegen Austria Wien wieder jubeln.

Die Tiroler liegen in der Tabelle punktegleich mit den drittplatzierten Violetten auf dem vierten Rang. "Es wird ein lässiges und sehr gutes Spiel werden, so wie die ersten zwei Saisontreffen in Wien waren," glaubt Wacker-Trainer Walter Kogler und hofft, dass seine Schützlinge den Kontakt zur Spitze wahren. In der Liga siegten die Tiroler am 28. August 3:0 in Favoriten und gaben sich dort am 10. November im Cup-Achtelfinale nach starker Leistung erst 1:2 nach Verlängerung geschlagen. Wichtig wird gegen die "spielstärkste Mannschaft" sein, nicht nur zu reagieren, sondern vom Start weg auch Akzente zu setzen, so der Kärntner.

"Wir müssen gleich die Zweikämpfe suchen und so den Rhythmus des Gegners brechen," lautet die von Kogler ausgegebene Marschroute der Hausherren, bei denen der Einsatz von Boris Prokopic fraglich ist. Der Mittelfeldspieler laboriert an einem Bluterguss im Oberschenkel. Sollte er ausfallen, könnte Martin Svejnoha erstmals wieder vom Beginn an zum Einsatz kommen. Der Tscheche zog sich im Mai einen Kreuzbandriss zu, wurde zuletzt schon zweimal eingewechselt.

Im Gegensatz zu den violetten Fans blieb Karl Daxbacher, der Samstag mit seiner Truppe die Reise in den Westen per Autobus antrat, nach dem 5:1-Heimtriumph über den Kapfenberger SV auf dem Boden und Realist. "Wacker ist ein anderes Kaliber als der KSV, außerdem müssen wir auswärts antreten. Es kann wieder ganz anders ausschauen," warnte der 57-Jährige vor allzu großer Euphorie. Um am Tivoli zu reüssieren, sei eine "Super-Leistung" seines Teams notwendig.

Der Austria-Trainer spricht mit Respekt über die Wackerianer - trotz deren magerer Ausbeute in den jüngsten Spielen. "Sie sind stark im Konter, schalten nach Ballgewinn blitzschnell um, tun sich aber nicht leicht, das Spiel zu machen. Wir werden nicht zu offensiv agieren und wollen ihnen damit keine Räume geben," deutete Daxbacher an. Daher wird er statt totalem Forechecking ein Mittelfeld-Pressig anordnen.

Schlüssel zum Erfolg ist für ihn, wer das erste Tor erzielt. Gelingt dies den Hausherren, werde es für seine Austria noch schwieriger, weil sich dann der Gegner zurückziehe. Er hofft auf die Trends. "Wacker hat dem tollen Start zuletzt Tribut zollen müssen, wir befinden uns ein bisschen im Aufwind." Er will, dass aus drei Auswärtsspielen und einer Heimpartei bis zur Winterpause "möglichst viele Punkte" geholt werden. "Wir wollen vorne dranbleiben und uns eine gute Ausgangsposition für das Frühjahr schaffen."

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