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Kapfenberg kämpfte sich zurück © APA (Leodolter)

Die SV Ried hat sich in der Fußball-Bundesliga um ihren Erfolgslauf gebracht. Die Innviertler mussten sich in der 16. Runde

Die SV Ried hat sich in der Fußball-Bundesliga um ihren Erfolgslauf gebracht. Die Innviertler mussten sich in der 16. Runde gegen den Kapfenberger SV nach einer 3:0-Führung noch mit einem 3:3 (2:0) zufriedengeben. Nach dem ersten Remis der Saison liegen die um den ersten Herbstmeistertitel der Vereinsgeschichte kämpfenden Rieder nun zwei Zähler vor Sturm Graz.

Das Team der Stunde aus Oberösterreich nutzte seine Chancen im Franz-Fekete-Stadion zunächst eiskalt aus. Der anstelle des gesperrten Mark Prettenthaler aufgestellte Jan Marc Riegler (23.) und Ivan Carril (41.) waren jeweils per Kopf erfolgreich. Nach dem zweiten Treffer des Spaniers (54.) schien der vierte Erfolg der "Wikinger" bereits fix. Doch der achtplatzierte KSV schaffte in der Schlussviertelstunde durch Boris Hüttenbrenner (76.) und zweimal Deni Alar (79., 91.) noch den Punktgewinn.

Die obersteirischen Hausherren waren vor 3.015 Zuschauern zunächst nur in der ersten Viertelstunde ebenbürtig. Die Gäste-Elf von Erfolgscoach Paul Gludovatz wartete auf ihre Chance, und wurde sogleich belohnt. Riegler entwischte nach einem Mader-Freistoß seinen Gegenspielern Kocin und Fukal und besorgte das rasche 1:0. Kapfenberg, das zuletzt in Wien eine 1:5-Pleite gegen die Austria kassiert hatte, wirkte nach dem Gegentreffer verunsichert.

Offensiv zeigte die Mannschaft von Werner Gregoritsch nur Stückwerk und stand in der Defensive alles andere als solide: Eine Flanke von Thomas Schrammel beförderte der sträflich vernachlässigte Carril per Kopf in die Maschen. Der Spanier sorgte damit für ein Jubiläum, war es doch der 600. Treffer in Rieds Bundesliga-Historie.

Die steirischen "Falken" konnten auch nach Seitenwechsel mit den eingewechselten U21-Teamspielern Alar und Christoph Kröpfl zunächst nicht entscheidend zulegen. Die von ihren Fans zu den "Geilsten" der Liga auserkorenen Rieder erwiesen sich hingegen weiter als Meister der Effizienz, als Carril eine spanische Kombination über Guillem und Nacho abschloss. Guillem (59.) und Daniel Royer (74.) hätten noch nachlegen können, ehe Kapfenberg Rieder Nachlässigkeiten im Finish noch bestrafte.

Hüttenbrenner per Kopf mit dem 500. Liga-Tor für die Steirer und Alar verkürzten auf 2:3, Milan Fukal köpfelte an die Latte (82.). Rieds Defensivfestung wankte und fiel schließlich in der Nachspielzeit. Schönberger verlängerte eine Hereingabe auf Alar, der Hesl per Kopf keine Chance ließ.

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