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Salihi erledigte den LASK praktisch im Alleingang © APA (Oczeret)

Mit vier Treffern hat Hamdi Salihi Rekordmeister Rapid am Samstagabend einen "sehr gelungenen Rapid-Abend" beschert, wie Trainer

Mit vier Treffern hat Hamdi Salihi Rekordmeister Rapid am Samstagabend einen "sehr gelungenen Rapid-Abend" beschert, wie Trainer Peter Pacult befand. Beim 5:0 über den LASK gab der albanische Legionär eine Galavorstellung und schoss die Hütteldorfer wieder zurück ins Rennen um die Top-Positionen. "Unsere Augen sind immer auf die Spitze gerichtet", sagte Salihi, "denn dort ist unser Platz".

11., 45., 87. und 90. Minute: Immer wieder war es Salihi, der jubelnd abdrehte. War der erste Treffer gegen die anfänglich sehr defensiven Gäste noch aus einer Standardsituation gefallen, konnte sich Grün-Weiß mit seinem Vollstrecker bei den weiteren Treffern auch spielerisch in Szene setzen. Zwischenzeitlich hatte Rene Gartler den Treffer zum 3:0 (76.) besorgt.

Für Salihi waren es nicht nur die ersten Liga-Tore seit 25. September, er durfte auch über den ersten Vierer-Pack seiner Karriere jubeln. "In der Meisterschaft ist mir das noch nie gelungen", sagte der Stürmer. Viermal in einer Partie hatte zuletzt Sanel Kuljic am 25. November 2009 beim 4:1 ebenfalls über den LASK angeschrieben. Pacult lobte den siebenfachen Saisontorschützen. "Er hat das Näschen für den Strafraum, arbeitet seit einigen Wochen so, wie man sich das erwartet", befand der Trainer, vergaß aber auch Gartler nicht: "Kompliment, er hat zweimal uneigennützig abgespielt."

Der schwache LASK kam Grün-Weiß durchaus gelegen. Erstmals seit 2010/11 verfügt man über ein positives Torverhältnis (24:20), der Abstand auf die Spitze beträgt acht Zähler. "Mit der Drei-Punkte-Regel geht alles sehr schnell", sagte Pacult, der auch angesichts der Serie von acht Partien ohne Niederlage "stolz" war. "Wenn wir realistisch sind, haben wir bisher keine gute Saison gespielt, viele Punkte vergeben. Ich hoffe, wir kommen jetzt in Form", meinte Salihi.

Mitleid hatte er mit seinem Landsmann, Freund und Nationalteam-Kollegen Klodian Duro, der mit dem LASK dem Abstieg ins Auge blickt: "Es ist eine neue Situation für ihn. Er ist es gewohnt, um den Titel zu spielen." Auch Duro konnte am Samstag keine Impulse geben, sein Trainer Georg Zellhofer wirkte nach seinem zweiten Spiel als LASK-Trainer angeschlagen. "Mir fehlen die Worte, das macht mich schon sehr nachdenklich", sagte der 50-Jährige. Bei seinem Debüt eine Woche zuvor hatte er immerhin ein 0:0 gegen Wacker Innsbruck erlebt.

"So haben wir Probleme, die Liga zu halten. Ich bereue es zwar nicht, aber ich bin überrascht, dass es so schwierig wird." Beim Linzer Anhang, dessen "Reichel raus"-Spruchband gegen den Club-Präsidenten von den Rapid-Fans wohlwollend mit einem "Reichel raus - wir brauchen Traditionsvereine in der Liga"-Transparent erwidert wurde, kamen Erinnerungen an die erste Runde der laufenden Saison hoch. Damals waren die "Athletiker" in Wiener Neustadt ebenfalls 0:5 ungerlegen.

"Es ist schwierig, die Spieler einzustellen, weil sie das phasenweise nicht annehmen oder das Team überfordert ist", erklärte Zellhofer. Der Coach bescheinigte einzig den Jungen Hart und Trauner sowie Majabvi zumindest den nötigen Kampfwillen. "Wir haben uns in der letzten Viertelstunde aufgegeben, die Mannschaft lebt nicht und reagiert nicht." Dass auch der burgenländische Konkurrent im Abstiegskampf bei Salzburg unterlag, konnte Zellhofer nicht trösten: "Wer auf Mattersburg schaut, hat das Thema verfehlt."

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