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ÖSV-Adler hat Konkurrent Ammann genau analysiert © APA (Parigger)

Gregor Schlierenzauer, der in der vergangenen Saison vom Schweizer Simon Ammann als Weltcup-Gesamtsieger und Skiflug-Weltmeister

Gregor Schlierenzauer, der in der vergangenen Saison vom Schweizer Simon Ammann als Weltcup-Gesamtsieger und Skiflug-Weltmeister abgelöst wurde, hat sich für den WM-Winter neuerlich hohe Ziele gesetzt. Der 20-Jährige weiß um die großen Erwartungen bei Tournee, WM in Oslo und der erwarteten Weltrekordjagd auf dem neuen Riesenbakken in Vikersund, denkt aber nicht nur kurzfristig.

Durch Intensivierung der Zusammenarbeit mit Heimtrainer Markus Maurberger versuche er, seine Sprünge für künftige Jahre auf eine noch höhere Stufe zu stellen, erklärte der Gewinner von 32 Weltcup-Bewerben im Gespräch mit der APA.

APA: Sie haben mit 20 Jahren schon sehr viel erreicht, welche Ziele haben Sie für die kommende Saison?

Schlierenzauer: "Auf meinem Niveau zählt nach außen hin fast nur noch der Sieg, das ist sehr hoch gegriffen. Ich gehe nicht anders in die Saison als in den Jahren zuvor. Ich versuche, es von Wettkampf zu Wettkampf zu sehen, wenn ich bei den Highlights vom Podest lachen kann, wäre das der Idealfall."

APA: Zum Thema Ausrüstung. Wie sehr hat Sie das Thema Bindung noch beschäftigt?

Schlierenzauer: "Das ist ein großes Thema für Außenstehende. Die Skiführung in der Luft ist hochsensibel. Der anatomische Körperbau spielt eine große Rolle, der ist bei mir von Haus aus sehr gut. Natürlich habe ich auch den Stil von Simon Ammann analysiert. Ich bin sicher, dass ich für den Winter top aufgestellt bin, ich habe mein Paket beisammen."

APA: Haben Sie neue Reize gesetzt, hat es in der Vorbereitung Veränderungen gegeben?

Schlierenzauer: "Im Stützpunkt Innsbruck mit Markus Maurberger und Florian Liegl, der für die Kondition zuständig ist, zu arbeiten, war ein großer Wunsch von mir nach der vergangenen Saison. Maurberger ist mein Heimtrainer, der mich raufgebracht hat, er weiß, wie meine Technik auszusehen hat. Wir verstehen uns blind, er ist der beste Trainer der Welt. Wir haben begonnen, einen gemeinsamen Weg zu gehen."

APA: Worauf haben Sie Ihr Hauptaugenmerk gelegt?

Schlierenzauer: "Ich habe den Fokus auf mich selbst gelegt. Die Hockeposition in der Anfahrt war die Hauptaufgabe, aber ich habe natürlich versucht, alles zu verbessern. Wichtig war, in Ruhe an den Optimierungen zu arbeiten. Das ist gut gelungen. Jetzt freue ich mich auf den Winter."

APA: Wo soll der von Ihnen angesprochene Weg hinführen?

Schlierenzauer: "Ich sehe die Saison nicht so, alles gewinnen oder niederreißen zu wollen, sondern eher als Aufbausaison, weil ich den Schritt gewagt habe, wieder mit meinem früheren Trainer zu arbeiten. Das geht nicht von heute auf morgen. Ich will alles auf eine noch höhere Stufe stellen, um für die nächsten Jahre noch breiter aufgestellt zu sein."

APA: Welche Bedeutung hat das Abschneiden beim Auftakt in Kuusamo?

Schlierenzauer: "Dort kann viel passieren, das ist eine Windschanze. Diese Ergebnisse sind nicht alles. Im Vorjahr waren Ammann und ich 12. und 19., und danach haben wir viel gewonnen. Es ist eine kleine Standortbestimmung, aber es zählt nicht so viel wie auf anderen Schanzen."

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