vergrößernverkleinern
Sturm-Trainer Foda sieht Bullen als Favoriten © APA (Pfarrhofer)

Der SK Sturm Graz hat am Mittwoch (18.30 Uhr) in Wals-Siezenheim gegen Red Bull Salzburg die große Chance, in der

Der SK Sturm Graz hat am Mittwoch (18.30 Uhr) in Wals-Siezenheim gegen Red Bull Salzburg die große Chance, in der Fußball-Bundesliga wieder Spitzenreiter zu werden. Dazu bedarf es aber des ersten Sieges in der "Höhle des Meisters" seit 17. Juli 2002. Damals hat ein gewisser Imre Szabics in der 93. Minute das Siegestor zum 2:1 der "Blackies" erzielt.

Der Stürmer ist inzwischen wieder zu den Steirern zurückgekehrt und hat in 15 Liga-Partie dieser Saison schon fünfmal getroffen. Obwohl die Gäste zum dritten Mal nach der 12. und 13. Runde Tabellenführer werden könnten, möchte Franco Foda von der Ablöse der SV Ried nichts wissen. "Das ist für mich zweitrangig. Wichtig ist für uns, dass wir bis zur Winterpause so viel Punkte wie möglich holen," sagte der Deutsche, um im nächsten Augenblick zuzugeben: "Es wird Zeit, dass wir die Negativserie in Salzburg beenden." In 15 Versuchen (0-1-14) reichte es in der Festspielstadt gerade zu einem Pünktchen (0:0 im April 2004). Seit Beginn des Bullen-Zeitalters 2005 gab es überhaupt nichts zu holen (0-0-10).

Die Leistungen bis auf das Rapid-Spiel (1:3) stimmen Foda, dessen Mannen die beste Offensive der Liga (30 Tore) stellen, zuversichtlich. "Wie probieren, zu punkten. Wir müssen selbstbewusst auftreten. Der Gegner hat große Qualität, das größere Budget und steht mehr unter Druck", meinte der Sturm-Coach, der den nur fünftplatzierten Salzburgern weiterhin die Rolle des Titelfavoriten attestiert. Die Gastgeber könnten mit einem Sieg Aufsteiger Wacker Innsbruck vom vierten Rang verdrängen.

"Sie bekommen wenige Gegentore (Anm.: mit 10 die wenigsten der Liga), das ist Fakt. Es ist schwer, gegen sie Tore zu schießen. Sie sind gut organisiert, haben viele gute Individualisten und genug Möglichkeiten, den gesperrten Jantscher zu ersetzen," rief Foda in Erinnerung. Wenn die Salzburger zu erwischen sind, dann vielleicht doch jetzt. Zumal sie zuletzt gegen Nachzügler SV Mattersburg nur durch einen Wallner-Elfer 1:0 gewonnen und dabei den schlechtesten Besuch (6.600) der Red-Bull-Ära verzeichnet haben.

Huub Stevens sprach daher von einem "enorm wichtigen Spiel". Seine Elf müsse gewinnen, um oben mitmischen zu können. "Ich denke nicht, dass Sturm hierherkommt und uns die Punkte schenken wird. Die Grazer sind sehr gut organisiert und spielen mit starkem Reaktionsfußball schnell nach vorne, wo sie mit Szabics über einen hart arbeitenden Stürmer verfügen. Die Grazer sind eine der stärksten Kandidaten um den Titel," erklärte der Niederländer.

Auf die Frage nach den eigenen Titelchancen, antwortete der 56-Jährige: "Das kann man erst in der Winterpause sagen. Chancen sind sicher da, aber wir müssen uns steigern." Das müssen die "Bullen" auf alle Fälle, zumal sie in den jüngsten vier Liga-Partien (darunter 0:0 in Graz am 12. November) nur zwei Tore erzielten haben. Den momentanen Druck habe sich seine Mannschaft selbst beschert, durch die zahlreichen Spiele, die man vergeigt habe.

Dass nach 16 Runden Ried an der Tabellenspitze thront, ist für ihn nichts Ungewöhnliches. "Man sieht ja, wie die Meisterschaften in Europa verlaufen. Hier in Österreich ist es noch extremer. Wer hätte gedacht, dass die Rieder ganz oben stehen würden - das tun sie aber zurecht," sprach Stevens den Innviertlern ein Kompliment aus.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel