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ÖFB-Spieler in Champions league gescheitert © APA (Archiv/Jäger)

Weder die Rolle als Kapitän in einem Spiel der Fußball-Champions-League noch das Comeback nach dreiwöchiger Pause wegen

Weder die Rolle als Kapitän in einem Spiel der Fußball-Champions-League noch das Comeback nach dreiwöchiger Pause wegen Adduktorenproblemen haben Martin Stranzl am Dienstag Trost gespendet. Der Burgenländer kassierte mit Spartak Moskau gegen Olympique Marseille eine 0:3-Heimniederlage, womit sein Club die Chance auf den Achtelfinal-Einzug vergab und im Frühjahr in die Europa League umsteigt.

"Die Stimmung ist jetzt sicher gedrückt. Aus solchen Partien müssen wir lernen. Wir hatten zwar viel Ballbesitz und haben gut kombiniert, aber zu wenig aufs Tor geschossen. Marseille hingegen hat die wenigen Chancen genützt", analysierte der 30-Jährige, der bei Spartak als zweiter Kapitän fungiert. In Abwesenheit des verletzten Einser-Captains Alex durfte Stranzl seine Kollegen wie schon das eine oder andere Mal in der russischen Meisterschaft aufs Feld führen, diesmal in der eher ungewohnten Position als linker Abwehrspieler. "Ich musste einspringen, weil zwei Linksverteidiger verletzt waren."

Bei zwei Gegentoren war der Österreicher machtlos, beim 0:2 wurde er von einem unfreiwilligen "Trick" von Remy überrumpelt. "Er will schießen, der Ball rutscht ihm über den Span, fliegt über mich und landet genau wieder vor seinem Fuß. Das ist unglücklich gelaufen", schilderte Stranzl die Szene.

Nicht gerade vom Glück verfolgt war der Burgenländer mit Spartak während der gesamten nun zu Ende gehenden Saison. "Wir haben in der Liga zu viele Punkte leichtfertig verschenkt, das darf einfach nicht passieren", meinte der 56-fache Internationale (3 Tore). Sein Club wird die Meisterschaft als Vierter oder Fünfter abschließen und daher im Sommer in der Europa League antreten - zu wenig für einen Verein mit den Ansprüchen von Spartak, weshalb es im Winter zu Kaderveränderungen kommen könnte. Ein argentinischer Verteidiger wurde bereits verpflichtet.

Welche Auswirkungen ein möglicher Umbau auf die Situation von Stranzl haben könnte, ist derzeit völlig offen. "Ich habe noch ein Jahr Vertrag, habe aber zuletzt weniger gespielt. Es wird nach der Saison sicher ein Gespräch geben, wohin die Tendenz geht. Wenn der Verein mich braucht, werde ich bleiben", sagte der Defensivspezialist, der im September zum zweiten Mal Vater wurde.

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