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Reduziertes Weltcup-Programm © APA (epa)

So wie die Spezialspringer starten auch die Nordischen Kombinierer zum 9. Mal in Kuusamo/Ruka (FIN) in den Weltcup-Winter. Die

So wie die Spezialspringer starten auch die Nordischen Kombinierer zum 9. Mal in Kuusamo/Ruka (FIN) in den Weltcup-Winter. Die Weltmeisterschaften in Oslo im Februar sind der absolute Höhepunkt in der wohl lückenhaftesten Saison in der Geschichte.

Die Bewerbe in Kuusamo am Freitag und Samstag sind zwei von nur 13 Einzelkonkurrenzen. Die österreichischen Athleten haben zweimal Heimvorteil - am 18./19. Dezember in Ramsau und Ende Jänner in Seefeld - und sie stellen in Felix Gottwald und Mario Stecher zwei Herausforderer von Pokalverteidiger Jason Lamy Chappuis (FRA).

Gottwald (34) und Stecher (33) sind in ihrer jeweils letzten Saison die Leistungsträger im achtköpfigen ÖSV-Aufgebot in Finnland, in dem der Kärntner Tomaz Druml mit 22 Jahren der jüngste ist. Weiter mit dabei ist auch der erfolgreichste Athlet im Kombinierer-Weltcup, der Finne Hannu Manninen (48 Siege), der im Vorjahr so wie Gottwald ein erfolgreiches Comeback gegeben hat. Sein Landsmann Anssi Koivuranta, ein Weltcupsieger, hat hingegen ein Jahr nach dem Steirer David Zauner den Wechsel zu den Spezialspringern vollzogen.

Das geschrumpfte Programm, das im Dezember und ab Mitte Jänner mehrwöchige Pausen vorsieht, war nicht der Grund für den Absprung des Burschen aus Kuusamo, der Ärger bei den Athleten ist aber groß. "Das ist unserer Sportart nicht würdig", erklärte Stecher, der sich aber wie seine Kollegen auf die Wettkämpfe konzentriert. Was die eigene Stärke betrifft, ist bei dem Spitzenduo alles eitel Wonne, nun gilt es, die Form in den Wettkämpfen umzusetzen.

"Man muss von Beginn an voll da sein", sagte Gottwald, der mit David Kreiner weiterhin unter Günther Chromecek trainiert. Der Wahl-Ramsauer hat Spaß beim harten Training und hat als Gesamt-Zweiter der vergangenen Saison und Ex-Pokalgewinner die Weltcupwertung und die WM im Visier. Das Springen klappt sehr gut beim erfolgreichsten Olympioniken Österreichs und beim Laufen weiß er sich weiterhin unter den Besten. "Da möchte ich nicht gegen mich antreten müssen", sagte der Salzburger am Mittwoch lächelnd.

Stecher hat die Vorbereitung erstmals seit langem ohne Kniebeschwerden absolviert, fühlt sich im Springen entsprechend sicher und ist auch läuferisch stark. "Ich habe den Weg von Baard Jörgen Elden (dem Cheftrainer, Anm.) weiterverfolgt und mich nochmals weiterentwickelt", erklärte der im Pitztal lebende Schwager von Benjamin Raich. Der Eisenerzer ist der jüngste Sieger im Weltcup, hat 1994 mit 16 Jahren am Holmenkollen triumphiert, und will im Februar, knapp 17 Jahre später, zu seinem letzten Großereignis als Sportler nach Oslo zurückkehren.

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