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Roman Wallner freut sich über den Treffer zum 1:0 © APA (Krug)

Red Bull Salzburg hat seine Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga am Mittwochabend mit dem zweiten Zu-Null-Sieg in Folge

Red Bull Salzburg hat seine Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga am Mittwochabend mit dem zweiten Zu-Null-Sieg in Folge fortgesetzt. Die Truppe von Huub Stevens feierte zuhause gegen Sturm Graz einen 2:0-Erfolg, überholte Wacker Innsbruck und verbesserte sich damit auf den vierten Tabellenplatz. Die Steirer verpassten den Sprung an die Tabellenspitze und sind weiter erster Ried-Verfolger.

Matchwinner war Roman Wallner. Der ÖFB-Teamstürmer traf nach einem Konter (13.) und machte in der Schlussphase mit seinem zweiten Treffer (84.) den Sack zu. Für den 28-jährigen Angreifer waren es die Saisontore sechs und sieben. Die Salzburger setzten damit ihre makellose Serie im direkten Duell fort, gewannen auch das elfte Heimspiel gegen die Grazer seit Beginn des "Bullen-Zeitalters" im Jahr 2005, und das noch dazu jeweils mit mindestens zwei erzielten Treffern.

Die 5.700 Zuschauer sorgten allerdings für eine Rekord-Minuskulisse in der Red-Bull-Ära. Die bisher schlechteste Meisterschaftsmarke hatten die Salzburger erst am Samstag im Heimspiel gegen den SV Mattersburg (6.600) aufgestellt.

Nach der schwachen Vorstellung gegen die Mattersburger boten die Salzburger im Duell der besten Defensive (Salzburg) mit der besten Offensive (Sturm) in der ersten halben Stunde eine starke Leistung. Es war mehr Laufbereitschaft vorhanden, mehr Bewegung im Spiel und auch das Spiel über die Seiten funktionierte vor allem auch mit dem nach seiner Verletzung zurückgekehrten Dusan Svento wieder besser.

Der tschechische Mittelfeldspieler war auch am Führungstreffer aus einem Konter beteiligt. Zarate flankte auf den völlig alleine gelassenen Svento und dessen Querpass verwertete Wallner in der Manier eines absoluten Toptorjägers mit dem Außenrist zum 1:0 (13.). Die "Bullen" setzten nach und hatten Pech, dass ein Cziommer-Schuss nach Wallner-Vorarbeit von der Stange zurück ins Feld sprang (24.). Zudem ging ein Wallner-Abschluss knapp übers Tor (31.).

Danach ließ die Stevens-Truppe aber bis zur Pause deutlich nach, und so kamen die Grazer etwas auf. Richtig gefährlich wurden die im Vergleich zu den letzten Auftritten zu fehleranfällig und etwas ängstlich agierenden Steirer aber nicht, bei der besten Chance traf Hölzl vom 16er den Ball aus aussichtsreicher Position nicht richtig (32.).

In die zweite Hälfte starteten die Gastgeber fulminant, ein Schuss von Cziommer nach 28 Sekunden ging nur um Haaresbreite an der Stange vorbei, Sturm-Goalie Gratzei wäre chancenlos gewesen. Damit hatte die Stevens-Truppe aber ihr Pulver vorerst verschossen. Auf der anderen Seite wurden die Gäste mit Fortdauer des Spiels immer besser und drängten auf den Ausgleich. Ein Kopfball des eingewechselten Haas ging genau auf Salzburg-Goalie Tremmel (70.) und Szabics brachte einen Volleyschuss nicht aufs Tor (72.).

Sechs Minuten vor dem Ende war die Partie dann aufgrund eines Traumtores aber endgültig entschieden. Nach einem Ausschuss von Tremmel und einer direkten Weiterleitung von Zarate mit der Ferse traf Wallner Volley zum 2:0 (84.).

Für die Grazer hatte es auch bereits nach dem Abschlusstraining am Dienstag schlechte Nachrichten gegeben. Haris Bukva, der zuletzt schon verletzungsbedingt gefehlt hatte, zog sich ohne Fremdeinwirkung eine Kapselbandverletzung im rechten Sprunggelenk zu und wird mindestens zehn Tage pausieren müssen.

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