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Cambiasso nach dem Siegestreffer gegen Twente © APA (epa)

Für Twente Enschede und Werder Bremen ist die Chance auf den Aufstieg ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League seit

Für Twente Enschede und Werder Bremen ist die Chance auf den Aufstieg ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League seit Mittwoch dahin. Der niederländische Meister verlor in der vorletzten Runde der Gruppe A mit Marc Janko auswärts gegen Inter Mailand 0:1, die Bremer waren mit Sebastian Prödl im Parallelspiel beim 0:3 in London gegen Tottenham Hotspur chancenlos.

Twente darf sich immerhin mit dem Umstieg in die Europa League trösten, weil den Niederländern der dritte Platz nicht mehr zu nehmen ist. Für die krisengeschüttelten Deutschen hingegen heißt es im Winter Abschied nehmen vom Europacup.

Im Gegensatz dazu fixierten neben Inter und Tottenham auch der FC Barcelona (3:0 in Athen gegen Panathinaikos), Manchester United (1:0 auswärts gegen die Glasgow Rangers), Valencia (6:1 vor eigenem Publikum gegen Bursaspor) und Schalke 04 (3:0 daheim gegen Lyon) sowie Lyon dank eines Umfallers von Benfica vorzeitig den Einzug unter die letzten 16 der Eliteliga.

Viel fehlte nicht, und Twente hätte die Entscheidung zumindest auf die letzte Runde in zwei Wochen vertagt. Zwar dominierte Inter die Anfangsphase klar und hatte durch Sneijder (17./Freistoß an die Latte), Pandew (23.) und Eto'o (25.) gute Chancen, mit Fortdauer der Partie wurde jedoch die Unsicherheit im Lager des in der Liga schwächelnden Titelverteidigers sichtbar.

Twente wurde immer gefährlicher und schaffte in der 31. Minute fast den Ausgleich - allerdings schupfte Chadli den Ball neben das Tor und nicht zum einschussbereiten Janko, der schon davor einige Male die Ellbogen von Gegenspieler Materazzi zu spüren bekam. In der 42. Minute fiel dem ÖFB-Teamkapitän der Ball im Strafraum vor die Füße, beim Schuss wurde er jedoch von einem Gegenspieler bedrängt, sodass der Ball deutlich über der Latte landete.

Endgültig in den Mittelpunkt rückte Janko in der 55. Minute. Zunächst gab es nach einer Attacke des Ex-Salzburgers an Sneijder Freistoß für Inter. Die Standard-Situation wurde vom niederländischen Star schlecht ausgeführt, doch der unplatzierte Schuss fand über Jankos Schienbein den Weg zu Cambiasso, der zum 1:0 traf. Janko wurde in der 70. Minute ausgetauscht, sein Ersatzmann Landzaat vergab in der 75. Minute die beste Twente-Möglichkeit, als er an der Latte scheiterte.

Nicht besser als Janko in Mailand erging es Prödl in London. Für die stark ersatzgeschwächten Bremer - so fehlte etwa der verletzte Marko Arnautovic - begann die Auswärtspartie gegen Tottenham denkbar schlecht, denn Kaboul brachte die Gastgeber bereits in der 6. Minute in Front.

Die Vorentscheidung fiel kurz vor der Pause, als Modric mit einer Körperdrehung Prödl versetzte und auf 2:0 erhöhte. Die zweite Hälfte stand für Werder im Zeichen der Schadensbegrenzung, die auch deswegen gelang, weil Spurs-Star Bale nach Prödl-Foul einen Freistoß an die Latte schlenzte (51.) und mit einem Elfer an Wiese scheiterte (54.). Nur nach einem Crouch-Treffer (79.) mussten die Schaaf-Kicker den Ball noch einmal aus dem Netz fischen.

So wie Tottenham und Twente buchte auch der FC Barcelona das Achtelfinal-Ticket. Die Katalanen gaben sich fünf Tage vor "El Clasico" gegen Real Madrid beim 3:0 gegen Panathinaikos keine Blöße. Pedro (27., 69.) und Messi (62.) trafen für die Katalanen, denen Platz eins in Gruppe D nicht mehr zu nehmen ist, weil der FC Kopenhagen in Kasan durch einen Hand-Elfer von Noboa (45.) 0:1 verlor.

Manchester United hat zwar den Achtelfinal-Aufstieg, aber noch nicht den Gruppensieg in der Tasche. Die "Red Devils" führen in Pool C nach einem 1:0 in Glasgow gegen die Rangers (Tor durch Rooney-Elfer/87.) weiter drei Punkte vor Valencia, das im Mestalla gegen Bursaspor (Turgay Bahadir spielte durch) einen 6:1-Kantersieg landete und ebenfalls in die Runde der letzten 16 einzog.

Dies gelang auch dem FC Schalke 04 in Gruppe B, weil die "Königsblauen" in Gelsenkirchen gegen Olympique Lyon 3:0 gewannen. Aufgrund des überraschenden 0:3 von Benfica in Tel Aviv gegen Salzburg-Bezwinger Hapoel sind auch die Franzosen durch.

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