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Wayne Rooney trifft wieder © APA (epa)

Vor eineinhalb Monaten wollte Wayne Rooney Manchester United noch verlassen. Seit Mittwoch ist der Stürmer wieder der gefeierte

Vor eineinhalb Monaten wollte Wayne Rooney Manchester United noch verlassen. Seit Mittwoch ist der Stürmer wieder der gefeierte Held. Sein Elfertor zum 1:0 bei den Glasgow Rangers schoss die "Red Devils" ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League. Als der zuletzt formschwache Superstar auf dem Rücken liegend zur Eckfahne rutschte, herzte ihn ein United-Fan - eine Szene mit Symbolcharakter.

Sein möglicher Abschied hatte Manchester im Oktober in Atem gehalten, ehe Rooney seinen Vertrag vorzeitig bis 2015 verlängerte. In den vergangenen acht Monaten hatte der 24-Jährige lediglich einen einzigen Treffer für United erzielt - am 28. August im Ligaspiel gegen West Ham (3:0). "Das Tor war eine riesige Erleichterung für mich", gestand Rooney, der den Ball in Glasgow sicher im linken Eck versenkt hatte. "Hoffentlich kann ich darauf aufbauen."

Der Superstar war in den vergangenen Monaten von mehreren Verletzungen zurückgeworfen worden. "Ich bin extrem froh, wieder zurück zu sein", erklärte Rooney, der nach einer Knöchelblessur samt Sondertraining in den USA erstmals seit zwei Monaten wieder in der Startformation stand. Den Strafstoß zu schießen, habe ihn keine Überwindung gekostet. "Ich wusste, was ich tue. Damit habe ich kein Problem", versicherte der Rückkehrer.

Alex Ferguson schwärmte vom ungebrochenen Selbstvertrauen seines wieder liebgewonnenen Schützlings. "Es bedurfte einer Menge Mut, diesen Elfmeter zu übernehmen", lobte der United-Trainer. "Er wird wieder zurück auf sein Level kommen." Rooneys Beziehung zu Ferguson, dem Verein und den Fans scheint sich langsam zu normalisieren. "Der Elfmeter im Ibrox-Stadion könnte der Grundstein dafür gewesen sein", meinte die Zeitung "Daily Telegraph".

United löste damit am Mittwoch wie sechs weitere Teams sein Achtelfinal-Ticket. Damit stehen 12 von 16 Teilnehmern an der K.o.-Phase fest - jeweils drei Mannschaften aus Spanien und England sowie jeweils zwei aus den weiteren Topligen Italien, Deutschland und Frankreich. Titelverteidiger Inter Mailand machte den Aufstieg durch einen mühevollen 1:0-Erfolg gegen den Janko-Club Twente Enschede perfekt. Der Job von Inter-Trainer Rafael Benitez, dem Präsident Massimo Moratti nach fünf Spielen ohne Sieg ein Ultimatum gestellt hatte, scheint damit vorerst gesichert.

"Cambiasso verjagt die bösen Geister", titelte die "Gazzetta dello Sport" am Donnerstag mit Verweis auf den Goldtorschützen. Spielerisch vermochte der italienische Meister allerdings erneut nicht restlos zu überzeugen - im Gegensatz zur spanischen Phalanx. Valencia zog mit einem 6:1-Torfestival gegen Bursaspor ins Achtelfinale ein, der FC Barcelona stimmte sich mit einem lockeren 3:0 gegen Panathinaikos für den großen Ligaschlager am Montag gegen Real Madrid ein. "Seit Wochen spricht alles von El Clasico. Jetzt kann er kommen, wir sind bereit", versprach Barca-Coach Josep Guardiola.

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